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Familien- und Haushaltskontext als Determinanten der Gewalt an Schulen: Ergebnisse der Nürnberger Schüler Studie 1994

[Zeitschriftenartikel]

Funk, Walter

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-322205

Weitere Angaben:
Abstract "In der 'Nürnberger Schüler Studie 1994: Gewalt an Schulen' werden 1458 Schülerinnen und Schüler der 7., 8. und 9. Klassen befragt. Abhängige Variablen der Untersuchung sind die Gewaltbilligung, Gewaltbereitschaft und gewalttätigen Handlungen der Schüler. Im Mittelpunkt dieses Beitrages steht die Relevanz des Familienkontexts als Determinante der Gewalt an Schulen. Betrachtet man zunächst das Personeninventar der zusammenwohnenden Familie, so lassen sich keine Unterschiede zwischen Haushalten Alleinerziehender, Stiefeltern- oder leiblicher Elternpaare hinsichtlich der Billigung von Gewalt, der Gewaltbereitschaft oder gewalttätiger Handlungen der Schüler verallgemeinern. Die Hypothese einer stärkeren Gewaltaffinität von Schülern aus nicht-vollständigen Familien wird deshalb zurückgewiesen. Kinder Vollzeiterwerbstätiger Alleinerziehender bzw. doppel-vollzeiterwerbstätiger (Stief-)Elternpaare sind signifikant häufiger in Prügeleien verwickelt oder vandalistisch aktiv. Die Anwesenheit eines arbeitslosen Elternteils im Haushalt erhöht lediglich die Gewaltbilligung eines Schülers. In multivariaten Analysen kommt dem Haushaltstyp zur Erklärung gewalttätiger Handlungen ebenfalls keine signifikante Determinationskraft zu. Die Arbeitslosigkeit eines Elternteils im Haushalt oder die (Doppel-)Vollzeiterwerbstätigkeit der Eltern erweisen sich nur in einigen (Sub-)Populationen als signifikante Prädiktoren von Schülergewalt. Weithin irrelevant sind dagegen die subjektiv wahrgenommenen elterlichen Erziehungshaltungen. Eine gute soziale Bindung an die Eltern macht sich dagegen in den unterschiedlichen (Sub-)Populationen als dezidiert gewaltmindernd bemerkbar." (Autorenreferat)

"In the 'Nuremberg Pupils Survey 1994: violence in schools' 1458 pupils from the 7th, 8th, and 9th classes were interviewed. Dependent variables are their approval of violence, their readiness to act violently, and their violent behaviour. The main topic of this article is the relevance of the family context as a determinant of violence in schools, Looking at the structure of the co-residing family there are no differences between households of Single parents, step-parents, and natural parents regarding the approval of violence, the readiness to act violently or violent actions. The hypothesis of a stronger affinity to violence on the part of pupils from incomplete families has therefore to be rejected. Children of fulltime working Single parents or double-fulltime working (step-)parents are significantly more frequently involved in fighting or acts of vandalism. An unemployed parent in the household increases only the pupil's approval of violence. In multivariate analyses the type of household is likewise of no significance in explaining violent actions. The fact that a co-residing parent is unemployed or that both parents are engaged in fulltime employment is a significant predictor only in some (sub-)populations. The subjective perceived parental style of upbringing is a largely irrelevant predictor of violence in schools. Good social relationships with the parents are, on the other hand, in different (sub-)samples effective in reducing violent actions." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter violence; propensity to violence; school; Bavaria; pupil; social background; family; commitment; socioeconomic factors; social relations; Federal Republic of Germany
Klassifikation soziale Probleme; Jugendsoziologie, Soziologie der Kindheit
Methode empirisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1996
Seitenangabe S. 5-45
Zeitschriftentitel Zeitschrift für Familienforschung, 8 (1996) 1
ISSN 1437-2940
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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