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Menschen in extremer Armut : im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung

People in extreme poverty
[Forschungsbericht]

Neumann, Udo; Mingot, Karl; Ludwig, Monika

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-320927

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber ISL Sozialforschung; Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
Abstract "Im Rahmen einer qualitativ explorativen Studie werden extreme Formen der Armut in der Bundesrepublik Deutschland untersucht. Dazu wird anhand biographischer Interviews mit Menschen in prekären Versorgungslagen eine operationale Definition 'extrem Armer' entwickelt, die es erlaubt, extrem Arme zu identifizieren und umfassend zu erforschen. In dieser Untersuchung gilt als extrem arm ein in Deutschland lebender Mensch, der den minimalen Lebensstandard eines in Deutschland Lebenden deutlich unterschreitet und diese Lebenslage nicht aus eigener Kraft verlassen kann. Die Studie arbeitet danach mit einer Armutskonzeption, in der sowohl die 'Lebenslage' als auch die 'Ressourcen' des Einzelnen maßgebend sind. Der Begriff der Ressource wird dabei weit gefasst - viel weiter als im Ressourcenansatz der etablierten Armutsforschung: Er beinhaltet Vermögenswerte, Qualifikationen und Erfahrungen, den Zugang zu Leistungen sozialer Netzwerke, die Möglichkeit des Zugriffs auf Leistungen des sozialen Hilfesystems der Bundesrepublik Deutschland - um die wichtigsten Teilgrößen zu nennen. Der Eintritt in extreme Armut wird - da das Hilfesystem der Bundesrepublik Deutschland Anspruchsberechtigten in Notlagen Hilfen bereitstellt, mit denen sie den minimalen Lebensstandard nicht oder allenfalls kurzzeitig unterschreiten müssen - in engem Zusammenhang mit dem Hilfesystem gesehen: Wird eine Person extrem arm, so hat dies damit zu tun, dass es in einer Notsituation bzw. bei drohendem Eintritt einer solchen Notsituation zwischen ihr und dem sozialen Hilfesystem nicht zu einer fruchtbaren Kooperation kommt, aufgrund derer mit Unterstützung des Hilfesystems der Schritt in extreme Armut verhindert würde. Die Studie präsentiert als zentrale Ergebnisse zwei Typologien, die dieser Überlegung Rechnung tragen: 'Der Schritt in die extreme Armut und das soziale Hilfesystem' (fünf Typen) und 'Extrem Arme und ihre Perspektive' (vier Typen). Im Anschluss an diese explorative Studie wird im Rahmen einer quantitativen Machbarkeitsstudie geprüft, auf welche Weise mit dem Instrument einer standardisierten Befragung die Gesamtzahl der extrem Armen in der Bundesrepublik Deutschland ermittelt werden kann. Es werden ein Screeninginstrument, ein Stichprobendesign sowie ein statistisches Verfahren vorgestellt, die es zusammen erlauben, die Zahl der bundesweit extrem Armen zu schätzen. Eine entsprechende Untersuchung ist sowohl erhebungstechnisch durchführbar als auch mit vertretbarem finanziellen Aufwand realisierbar." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter poverty; Federal Republic of Germany; assets; qualification; experience; social network; social assistance; case study
Klassifikation soziale Probleme
Methode empirisch; empirisch-qualitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2003
Erscheinungsort Darmstadt
Seitenangabe 282 S.
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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