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Konfession und demographisches Verhalten : Oberkassel, 1670-1810

Religious affiliation and demographic behavior : Oberkassel, 1670-1810
[Zeitschriftenartikel]

Hörning, Elisabeth

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-31886

Weitere Angaben:
Abstract Es wird untersucht, 'ob sich die reformierte oder die katholische Konfession als Indikator einer bestimmten Mentalität auf das demographische Verhalten der Bevölkerung in der Frühen Neuzeit auswirkt'. Dazu wird das demographische Leben des im Jahr 1810 670 Einwohner zählenden und bikonfessionellen Dorfes Oberkassel (zwei Drittel Katholiken und ein Drittel Reformierte) nachgezogen. Grundlage sind die Kirchenbücher beider Pfarreien ab 1670 (reformiert) bzw. ab 1695 (katholisch) und ihre erfolgten Familienrekonstitutionen. Mittels der Historischen Demographie werden eine qualitative und quantitative Untersuchung miteinander verbunden und Schaubilder und Tabellen wiedergegeben. Zum einen wird das demographische Verhalten untersucht, 'das bis zu einem gewissen Grad willentlich gesteuert werden konnte (Sexualität und Heiratsverhalten)'. Zum anderen wird das demographische Verhalten dargestellt, 'auf das der Mensch in der Regel wenig Einfluß hatte (Mortalität)'. So wird der Zusammenhang zwischen generativem Verhalten, Konfession und Ökonomie in ihrer gegenseitigen Wechselbeziehung verdeutlicht. Insgesamt führte das jeweils ausgeprägte konfessionelle Bewußtsein nur zu geringen Verhaltensunterschieden. Auch das generative Verhalten war weitgehend gleich. Die Lebenserwartung bei den Reformierten war deutlich höher, wofür es aber keine monokausale Erklärung gibt. So erwies sich die Mentalität als wenig beeinflußt von kirchlichen Normen bzw. vom konfessionellen Bewußtsein. (prf)

'With the sample of a village of 670 inhabitants (1810), it is investigated whether the religious denomination, Catholic or Calvinist, has any influence on the demographics behaviour of a rural population. A well developed knowledge of denominational consciousness was observed; there were few interfaith marriages or conversions and the differences in the naming of children were distinctive. There were not such big differences in the demographic behaviour. As examples, the age at marriage, premarital sexuality (over 20% of births were premaritial conceptions) and the number of births were nearly equal. In life expectancy there was a seven year denominational differences. All women were noticeable by their low number of births, high age at marriage and high age at last birth. Family limitation was achieved through birth spacing, particularly by Protestant women after the third child onwards. In sum, a large degree of this rural population's demographic behaviour was observable, but only a few were influenced by denominational or religious norms.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Protestant church; reproductive behavior; Roman Catholic; life expectancy; mentality; orientation; religious affiliation; social norm; comparison; economic situation; demographic situation; early modern times
Klassifikation Religionssoziologie; Bevölkerung; Sozialgeschichte, historische Sozialforschung
Methode Dokumentation; empirisch; historisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1998
Seitenangabe S. 275-298
Zeitschriftentitel Historical Social Research, 23 (1998) 1/2
ISSN 0172-6404
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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