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Islamismus, Kulturkonflikt, Terrorismus: was sind die Bedingungen von Eskalation und Deeskalation?

Islamism, cultural conflict, terrorism: what are the conditions of escalation and de-escalation?
[Arbeitspapier]

Eckert, Roland

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-315108

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Institut für Rechtspolitik an der Universität Trier
Abstract Die islamistischen Terroranschläge seit 2001 haben die Angst vor der Bedrohung durch die Muslime und die Überzeugung von einem unvermeidlichen 'clash of civilizations' bei vielen Menschen verstärkt. Dieses Thema aufgreifend, beschäftigt sich der Beitrag mit den Transformationsprozessen, die den Weg in den Terrorismus bestimmen. Im Hintergrund der Konflikte erscheint zunächst eine fundamentale Differenz zwischen traditionellen Familienformen und Glaubensvorstellungen in islamischen Ländern einerseits und den westlichen Werten, wie sie sich in den letzten zweihundert Jahren herausgebildet haben, andererseits. Terror ist Teil einer 'asymmetrischen Kriegsführung', die die offene Feldschlacht mit den Staatsgewalten meidet, sie aber zu Gegenschlägen herausfordert und dadurch Solidarisierungswellen in den Bevölkerungsgruppen zu provozieren versucht, als deren Avantgarde sich die Akteure verstehen. Die zentralen Prozesse in terroristischen Bewegungen sind (wenn man einmal von der Finanzlogistik absieht) somit die Entstehung von solidarischen Kollektiven und die Identitätstransformation der beteiligten Akteure. Ferner gilt es, den Zusammenhang zwischen Migration, Gewaltkonflikten und Terrorismus zu beleuchten. In einigen Fällen ist der Zusammenhang offenkundig, insbesondere wenn Menschen in einem Einwanderungsland sich bedroht sehen. Schwieriger wird es, wenn man den Beitrag der Migranten selbst zu ethnischen und kommunalistischen Konflikten analysiert. Hinsichtlich der Konfliktregulierung können Rechtsstaaten dem Kampf mit Terroristen nicht ausweichen, auch wenn sie damit deren dichotome Weltsicht bekräftigen. Zurückweichen und Eintreten in einen Vergeltungszirkel, auf den Terrorstrategen hoffen, kann zu weiteren Eskalationsschritten führen. Das eigentliche Ziel muss es demnach sein, die Radikalisierung der Gemeinschaften zu stoppen, als deren selbsternannte Avantgarde die Terroristen sich verstehen. Und dies kann nach Ansicht des Autors gelingen. Wenn Würde gewahrt wird, wenn ökonomische und demokratische Chancen sich öffnen, wird Kooperation folgen, und aus Kooperation kann Vertrauen (vornehmlich in überstaatliche Institutionen) erwachsen. (ICG2)
Thesaurusschlagwörter islamism; Islamic society; Islam; cultural conflict; terrorism; conflict structure; conflict resolution; conflict mediation; faith; Western world; identity; migration; conflict management; constitutional state; worldview; religion; religious conflict
Klassifikation Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2005
Erscheinungsort Trier
Seitenangabe 20 S.
Schriftenreihe Rechtspolitisches Forum, 27
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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