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Hitzebelastung und Hitzewahrnehmung im Wohn- und Arbeitsumfeld der Generation 50plus in Aachen

Heat discomfort and the perception of heat in the residential and working environment of the generation 50plus in Aachen
[Zeitschriftenartikel]

Pfaffenbach, Carmella; Siuda, Agata

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-314920

Weitere Angaben:
Abstract Im Zusammenhang mit dem Klimawandel wird erwartet, dass Hitzeereignisse in den kommenden Jahrzehnten deutlich häufiger auftreten, höhere Temperaturen erreichen und länger andauern werden. Der vorliegende Beitrag untersucht vor diesem Hintergrund am Beispiel der Stadt Aachen, inwieweit eine ältere städtische Bevölkerung bereits heute Hitzephasen in ihrem Alltag als Belastung empfindet und welche Strategien im Umgang mit Hitzephasen bereits bestehen. Dabei liegt das Augenmerk auf der Wohnsituation und dem Wohnumfeld der Bewohner sowie auf der Hitzewahrnehmung bei der Arbeit bzw. im Arbeitsumfeld. Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass nur wenige Befragte sommerliche Hitze als starke oder sehr starke Belastung empfinden. Diese Beurteilung variiert jedoch nach bestimmten Personengruppen. Das Empfinden von Hitzephasen als Belastung wirkt sich allerdings nicht auf ein an Hitze angepassten Verhalten aus. Dies kann auf ein großes Informationsdefizit selbst bei den vulnerablen Bevölkerungsgruppen zurückgeführt werden. Eine Analyse der Hitzewahrnehmung in ausgewählten Aachener Stadtteilen legt zwar gewisse Unterschiede der Belastungsempfindung offen, jedoch spiegeln sich klimatische Unterschiede darin nicht wider, denn sommerliche Hitzephasen werden in den verschiedenen Stadtteilen in nahezu gleichem Ausmaß als Belastung empfunden. Mehr als im häuslichen Umfeld wirkt sich sommerliche Hitze am Arbeitsplatz belastend aus. Dabei lassen sich signifikante Unterschiede zwischen einzelnen Berufsgruppen feststellen. Selbstständige verfügen über die flexibelsten Arbeitsbedingungen und haben die meisten Möglichkeiten sich Hitzephasen anzupassen. Die Notwendigkeit von Anpassungsmaßnahmen an ein künftig häufigeres Auftreten von Hitzeperioden ist daher weniger auf der Ebene der Gesamtstadt und für die städtische Gesellschaft als Ganze zu sehen. Vielmehr müssen besonders belastende Wohn‐ und Arbeitssituationen sowie vulnerable Bevölkerungsgruppen identifiziert werden und verstärkt Beachtung erhalten.

In connection with climate change, it is likely that there will be much more frequent heat events in the coming decades reaching higher temperatures and continuing for longer periods of time. Given this situation, this article uses the example of the City of Aachen to investigate the extent to which an older urban population is already experiencing phases of heat as discomfort in their everyday life and what strategies they have to deal with phases of heat. This will focus on the housing situation and residential environment of the inhabitants of the city and how they perceive heat at work and in their working environment. The study's findings indicate that only a few of the persons questioned experienced summer heat as major or very major discomfort. However, this judgment varies according to specific groups of persons and experiencing phases of heat as discomfort did not have an impact on their behavior. That can be attributed to a major information deficit even among the vulnerable groups in the population. Of course, an analysis of the perception of heat in selected boroughs of the City of Aachen does expose certain differences in the way they experience discomfort. However, this does not reflect climatic differences since each of the boroughs experience phases of summer heat as discomfort to almost the same extent. Beyond this, summer heat is more discomforting at the workplace than in the domestic environment where we can make out significant differences between each of the professional groups. For example, self-employed persons have the most flexible conditions of work and therefore the widest range of options for adapting themselves to phases of heat. Therefore, we can say that it is less necessary to adapt to any future more frequent occurrence of periods of heat on the level of the city as a whole and for urban society as a whole. Instead, it is necessary to identify residential and working situations especially exposed to discomfort as well as vulnerable groups in the population in order to pay them greater attention.
Thesaurusschlagwörter climate change; perception; elderly; residential environment; work environment; physical stress; health consequences; urban planning; urban population; population development; Federal Republic of Germany
Klassifikation Siedlungssoziologie, Stadtsoziologie; Ökologie und Umwelt
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2012
Seitenangabe S. 192-206
Zeitschriftentitel Europa Regional, 18.2010 (2012) 4
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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