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Europa bis zum Kaukasus? EUphorie in Georgien

Europe to the Caucasus? EUphoria in Georgia
L'Europe jusqu'au Caucase? Euphorie manifestée en Géorgie pour l'Union Européenne
[Zeitschriftenartikel]

Müller, Martin; Gutbrod, Hans

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-310253

Weitere Angaben:
Abstract "In den vergangenen Jahren hat die politische und wirtschaftliche Verflechtung Georgiens mit der EU stark zugenommen. Nach der so genannten Rosenrevolution im November 2003 wurde die Republik im Südkaukasus Mitglied der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP, 2004), der Schwarzmeerinitiative (2007) und der Östlichen Partnerschaft (2009) – drei Regionalprogramme, die die weitgehende Integration der teilnehmenden Länder nach Europa zum Ziel haben. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der Beitrag mit der Wahrnehmung der EU und dem Verhältnis zu Europa in der georgischen Bevölkerung auf Basis einer repräsentativen Befragung im Jahr 2009. Eine Mehrheit der georgischen Bevölkerung versteht sich als europäisch und befürwortet einen Beitritt zur EU. Im Gegensatz zur Außenpolitik der Regierung von Präsident Micheil Saakaschwili wünscht die georgische Bevölkerung allerdings, dass ein gutes Verhältnis zur EU nicht zu Lasten der Beziehungen mit Russland gehen solle. Neben der Funktion als sicherheitspolitischer Partner wird eine Annäherung an die EU mit zahlreichen Attributen von Modernität verknüpft. Diese Modernität wird dabei jedoch nicht als alternatives sondern als ergänzendes Element georgischer Identität verstanden. Gerade da Georgien mittelfristig keine Perspektive für einen Beitritt zur EU besitzt, öffnet die EUphorie der georgischen Bevölkerung den Blick für ein Modell von Europa jenseits der Binarität der EUMitgliedschaft – ein Modell, in welchem die vermeintlich instabilen Ränder Europas am Kaukasus zu einer Erneuerung der europäischen Idee beitragen könnten." (Autorenreferat)

"Georgia's political and economic integration with the EU has increased considerably over the past years. After the so‐called rose revolution in November 2003, Georgia became a member of the European Neighbourhood Policy (ENP, 2004), the Black Sea Initiative (2007) and the Eastern Partnership (2009) – three regional programmes aiming at strengthening the integration of the participating countries into Europe. Against this background, this article examines the perception of the EU in the Georgian population on the basis of a representative opinion poll in 2009. A majority of Georgians think of themselves as Europeans and support EU membership. In contrast to the foreign policy of the Saakashvili administration, however, Georgians would prefer a good relationship with the EU not to come at the expense of relations with Russia. Besides promising improvements in the areas of territorial integrity and national security, integration with the EU is associated with attributes of modernity. This modernity, however, is not regarded as an alternative but rather as a complementary element of Georgian identity. It is because Georgia does not have a membership perspective in the medium term that the Georgian EUphoria suggests a model of Europe beyond the binary of EU membership – a model, in which the allegedly unstable margins of Europe in the Caucasus might contribute to a renaissance of the European idea." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Georgia; EU; Europe; European integration; joining the European Union; public opinion; perception; international relations; Russia; Europeanization
Klassifikation Europapolitik
Methode empirisch; empirisch-quantitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2011
Seitenangabe S. 210-220
Zeitschriftentitel Europa Regional, 17.2009 (2011) 4
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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