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Rethinking science, religion and nature in environmental history : drought in early twentieth-century New Zealand

Neue Überlegungen zu Wissenschaft, Religion und Natur in der Umweltgeschichte : Trockenheit im Neuseeland des frühen 20. Jahrhunderts
[Zeitschriftenartikel]

Beattie, James

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-30806

Weitere Angaben:
Abstract Gegenstand des Beitrags sind Vorstellungen von Wissenschaft und Religion bei einfachen Leuten wie bei Angehörigen der Elite in einer Gesellschaft europäischer Siedler zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Auf der Basis einer Fallstudie über Experimente und Gebete mit dem Ziel des Regenmachens in North Otago, Neuseeland im Jahr 1907 sollen zwei verbreitete Paradigmen über die neuseeländische Gesellschaft in Frage gestellt werden: zum einen die Auffassung, dass der wissenschaftliche Rationalismus der Religion automatisch feindselig gegenüberstand, und zum anderen die Auffassung, dass die wissenschaftlichen Vorstellungen des frühen 20. Jahrhunderts die Gesellschaft Neuseelands säkularisierten. Die Einwohner von North Otago sahen Gebete und Experimente als komplementäre Wege zur Erreichung desselben Ziels. Es gab keine hermetische Trennung zwischen Säkularem und Profanem. Das Regenmachen bietet darüber hinaus eine faszinierende Möglichkeit, unterschiedliche Auffassungen von Wissenschaft zu untersuchen. Während die lokale Bevölkerung den Einsatz von Sprengstoffen zur Erzeugung von Regen enthusiastisch begrüßte, lehnten die Meteorologen solchen Methoden aus unwissenschaftlich und amateurhaft ab und versuchten damit, die Legitimität ihrer eigenen Profession zu steigern. Die Reaktion auf das Regenmachen mittels Gebeten und Experimenten in North Otago unterscheidet sich beträchtlich von der Reaktion in anderen Gesellschaften wie England und Australien, wo man zu ähnlichen Mitteln griff. Diese Unterschiede spiegeln die besonderen sozialen und kulturellen Merkmale jedes Landes und im Fall Neuseelands das höhere Maß an religiöser Toleranz und sozialen Chancen wider. (ICEÜbers)

'This article investigates popular and elite conceptions of science and religion in an early twentieth-century European settler society. It uses the case-study of rainmaking experiments and prayers in North Otago, New Zealand, in 1907, to challenge two dominant paradigms about New Zealand society: first, that scientific rationalism was automatically antipathetic to religion and, second, that by the early twentieth century scientific ideas were secularizing New Zealand society. North Otago's residents viewed prayer and experiment as complementary activities designed to meet the same ends; there was no distinctive, hermetically sealed division between the secular and the profane. Rainmaking also offers a fascinating way of exploring contested notions of science. While local residents enthusiastically embraced the use of explosives to bring rain, meteorologists decried these measures as unscientific and amateurish, thereby attempting to increase the legitimacy of their own profession. The reaction to North Otago's rainmaking prayers and experiments differed considerably from that of other societies such as in England and Australia in which similar prayers and experiments were undertaken. These differences reflected the special social and cultural characteristics of each country and, in New Zealand's case, its greater religious tolerance and social opportunities.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter experiment; shortage; nature; New Zealand; religion; religiousness; secularization; water; science; Pacific Rim
Klassifikation Ökologie und Umwelt; Sozialgeschichte, historische Sozialforschung
Methode deskriptive Studie; historisch
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2004
Seitenangabe S. 82-103
Zeitschriftentitel Historical Social Research, 29 (2004) 3
ISSN 0172-6404
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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