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"To employ each of nature's products in the most favorable way possible" : nature as a commodity in eighteenth-century German economic discourse

"Jedes Produkt der Natur so günstig wie mögliche einsetzen" : Natur als Ware im deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Diskurs des 18. Jahrhunderts
[Zeitschriftenartikel]

Meyer, Torsten; Popplow, Marcus

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-30747

Weitere Angaben:
Abstract Im 18. Jahrhundert erschien in den deutschen Staaten eine große Anzahl von Texten, die eine intensivere Ausbeutung der natürlichen Ressourcen propagierten. Sie eröffneten einen Diskurs, der sowohl programmatische Stellungnahmen als auch auf den ersten Blick neutrale Beschreibungen der entsprechenden technologischen Prozesse umfasste. Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen wurde als wünschenswert für die 'Glückseligkeit' des Einzelnen wie des Staates propagiert. Die Verfasser führen das Auftreten dieses Diskurses auf eine Reihe von Faktoren zurück: das zeitgenössische ökonomische Denken, die Gründung von wirtschaftswissenschaftlichen Gesellschaften und die Verbreitung neuer Medien, z.B. in Gestalt der rasch um sich greifenden Zeitschriften-Kultur. Wenn der Mensch, wie oft behauptet wird, gegenüber der Natur immer eine utilitaristisch geprägte Haltung eingenommen hat, dann wurde - so die Verfasser - diese Haltung in schriftlicher Form erstmals im 18. Jahrhundert einer breiten Öffentlichkeit gegenüber propagiert, eine Entwicklung, die die Beachtung der Umweltgeschichtsschreibung auch weiterhin verdient. (ICEÜbers)

'In German territories in the eighteenth century a large number of texts propagated an intensified exploitation of natural resources. This discourse comprised programmatic statements as well as seemingly 'neutral' descriptions of corresponding technological processes. For a broad range of addressees, the exploitation of natural resources was thus legitimized as desirable for the well-being ('Glückseligkeit') of the individual and the state. The contribution explains the emergence of this discourse by factors ranging from contemporary economic thought over the establishment of economic societies to the dissemination of new media like the rapidly spreading journal culture. In summarizing it is argued that if man, as has often been argued, in its actions has always been taking on a utilitarian attitude towards nature, it is in the eighteenth century that this attitude was first broadly disseminated in written discourse - a development that, obviously, can not be labeled an anthropological constant and thus deserves further investigation by environmental historians.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Germany; historical development; mercantilism; nature; utilization; resources; commodity; economics; eighteenth century; economization
Klassifikation Ökologie und Umwelt; Sozialgeschichte, historische Sozialforschung; Allgemeines, spezielle Theorien und "Schulen", Methoden, Entwicklung und Geschichte der Wirtschaftswissenschaften
Methode deskriptive Studie; historisch
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2004
Seitenangabe S. 4-40
Zeitschriftentitel Historical Social Research, 29 (2004) 4
ISSN 0172-6404
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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