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Victor Klemperer im Kreise seiner Geschwister : Rebell und Hoffnungsträger

Victor Klemperer in the circle of his siblings : rebel and bearer of hopes
[Zeitschriftenartikel]

Margraf-Buhles, Claudia

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-30343

Weitere Angaben:
Abstract 'Der Aufsatz zu den Geschwisterbeziehungen des deutsch-jüdischen Romanistikprofessors Victor Klemperer (1881-1960) baut auf der Untersuchung seiner Autobiographie Curriculum Vitae und der Tagebücher der Jahre 1918-1933 auf. Es geht dabei um die Frage, welche Lebensbereiche mit welchen Mitteln von seinen Geschwistern beeinflusst und geprägt wurden, und zwar in der langen Zeitspanne von der Geburt bis weit in seine professorale Amtszeit an der Technischen Hochschule Dresden hinein. Darüber hinaus wird erörtert, welche Strategien Klemperer entwickelte, um seine individuellen Vorstellungen gegenüber der Einwirkung seiner Geschwister durchzusetzen und seine eigenen Interessen zu wahren. Letztlich zielt die Fallstudie also darauf ab, die subjektive Wahrnehmung geschwisterlicher Einflussnahme zu erkennen. Dabei ist zum einen zu berücksichtigen, dass Klemperer der jüngste Nachkomme in einer Großfamilie war, zum anderen ist seine soziale Stellung innerhalb des aufstiegsorientierten deutsch-jüdischen Bildungsbürgertums zu berücksichtigen. Festzuhalten bleibt, dass vor allem die beiden ältesten Brüder versuchten, auf die zentralen Lebensbereiche - vor allem Partnerwahl und Werdegang - Einfluss zu nehmen; dies geschah hauptsächlich über den Weg der finanziellen Zuwendung an den lange Zeit mittellosen Privatdozenten. Victor versuchte diesen Einflüssen zunächst zu entkommen, was immer wieder in Spannungen und Konflikten mit seiner Familie mündete. Erst im fortgeschrittenen Alter gelang es ihm, seine Herkunftsfamilie im Wesentlichen zu akzeptieren.' (Autorenreferat)

'Based on his autobiography Curriculum Vitae as well as his diaries of the years 1918-1933, this essay addresses the question of sibling influence in the life of Victor Klemperer (1881-1960), Judaeo-German professor of Romance language and literature at the Dresden Institute of Technology. The case study focuses on the problem on which areas of Klemperer's life his sisters and especially his brothers had an impact and by which means they tried to achieve their ends. Moreover, it addresses the question which strategies Klemperer devised in order to defend his interests and make his way in life despite his siblings. For this examination has been essential, first, to reflect upon the fact that Victor was the youngest of all brothers and sisters in his family, and secondly, to consider his social position within the ambitious Judaeo-German bourgeoisie of the Weimar era. To conclude, Klemperer was above all influenced by his two eldest brothers, who tried to impose their will on their youngest brother in regard to such pivotal issues as the choice of his marriage partner and professional career. They did so in particular by giving him money for his maintenance during his extended unpaid lectureship in literature. For a long time, Klemperer tried to resist this exertion of influence, thus causing repeated trouble and tensions between the siblings. It was not until his mature years that he was capable of reconciling himself with his family.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter bourgeoisie; German Democratic Republic (GDR); Third Reich; family; siblings; university teacher; Jew; choice of partner; Weimar Republic (Germany, 1918-33)
Klassifikation Familiensoziologie, Sexualsoziologie; Sozialgeschichte, historische Sozialforschung
Methode historisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2005
Seitenangabe S. 195-204
Zeitschriftentitel Historical Social Research, 30 (2005) 3
ISSN 0172-6404
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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