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Of grandmothers, grandfathers and wicked step-grandparents : differential impact of paternal grandparents on grandoffspring survival

Von Großmüttern, Großvätern und bösen Stief-Großeltern : der unterschiedliche Einfluss väterlicher Großeltern auf das Überleben ihrer Enkel
[Zeitschriftenartikel]

Kemkes-Grottenthaler, Ariane

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-30326

Weitere Angaben:
Abstract 'Historisch diente Verwandtschaft als die essentiellste Quelle für wirtschaftliche Unterstützung und Sicherheit. Aus einer evolutionären Perspektive gesehen jedoch sollten Investitionen in Bezug auf Angehörige den Grad von Vertrauen in genetische Verbundenheit reflektieren. Deshalb sollten patrilineale Verwandte weniger gewillt sein Unterstützung zu leisten als matrilineare Abgehörige, was erklären könnte, warum Großmütter mütterlicherseits sich oft als die am fürsorglichsten herausstellen, gefolgt von Großvätern mütterlicherseits, der Großmutter väterlicherseits und zuletzt dem Großvater väterlicherseits. Der Zweck der vorliegenden Studie ist es, großelterliche Investmentstrategien zu untersuchen, wenn beide Großeltern nahe bei ihren Nachkommen leben. In diesem Kontext bezieht sich geographische Nähe auf das Leben in derselben Dorfgemeinschaft. Demographische Informationen wurden aus den deutschen Dorfgenealogien Dannstadt/ Schauernheim (1480-1880) und Hochdorf/ Assenheim (1412-1912) entnommen. Alle empirischen Ergebnisse basieren auf Daten aus der Haushaltsebene. Betrachtete man die Rollen der Großeltern in Bezug auf das Überleben von Kleinkindern, wurde deutlich, dass Großeltern mütterlicherseits keine Auswirkungen zeigten, während Großeltern väterlicherseits scheinbar einen dazu differierenden Einfluss hatten. Die Mutter des Vaters hatte einen positiven Einfluss auf das Überleben ihrer Enkel. Nach dem ersten Geburtstag des Kindes gewann jedoch der förderliche Einfluss der Großmutter väterlicherseits eine statistische Bedeutung. Dieser Zeitpunkt implizierte eine großmütterliche Besorgnis direkt bezogen auf die Schwiegertochter und weniger auf das Enkelkind selbst. Im Gegensatz dazu übte der Großvater väterlicherseits einen negativen Einfluss auf die Überlebenschancen der Enkelkinder aus, was auf Konflikte in Bezug auf Ressourcen hinweisen könnte. Insgesamt ist anzunehmen, dass der eindeutige Ausgang der vorliegenden Studie durch geographische Nähe und strenge patriarchale Bindungen hätte unterstützt werden können, die beständig in bäuerlichen Familien vorgefunden wurden. Ländliche Gemeinden sind oft durch patrilineare Wohnverhältnisse, Arbeits- und Erbmuster charakterisiert, eingebunden in eine Generationenabfolge in der Landwirtschaft, weil landwirtschaftliches Auskommen Individuen an spezifische Ressourcen bindet.' (Autorenreferat)

'Historically, kin served as the most essential source for economic assistance and security. However, from an evolutionary perspective, investments in next of kin should reflect the degree of confidence in genetic relatedness. Therefore, patrilineal relatives should be less willing to render support than matrilineal relatives, which might explain why the maternal grandmother is often found to be the most caring, followed by the maternal grandfather, the paternal grandmother, and lastly, the paternal grandfather. The purpose of the present study is to investigate grandparental investment strategies, when both sets of grandparents live close to their offspring. In this context, geographic proximity refers to living within the same village community. Demographic information was extracted from the German village genealogies of Dannstadt/ Schauernheim (1480-1880) and Hochdorf/ Assenheim (1412-1912). All empirical results are based on household-level data. When grandparental roles in infant survival were considered, it became evident that maternal grandparents were of no consequence, while paternal grandparents seemed to impact differentially. The father's mother had a positive influence on offspring survival. However, after the infant's first birthday, the beneficial impact of the paternal grandmother seized to be of statistical significance. This timing implies grandmaternal solicitude directly bestowed on the daughter-in-law, rather than the grandchild itself. In contrast, the paternal grandfather exerted a negative effect on grandoffspring survival, which may be indicative of resource conflicts. Overall, it is hypothesized that the unique outcome of the current study may have been fostered by geographic proximity and strong patriarchal ties invariably found in farm families. Rural communities are often characterized by patrilineal residence, work and inheritance patterns, tied in with a generation succession in farming, as agricultural subsistence ties individuals to specific resources.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Germany; village; grandchild; family; grandparents; child; social relations; mortality; eighteenth century; nineteenth century; Intergenerational relations
Klassifikation Bevölkerung; Sozialgeschichte, historische Sozialforschung
Methode empirisch; empirisch-quantitativ; historisch
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2005
Seitenangabe S. 219-239
Zeitschriftentitel Historical Social Research, 30 (2005) 3
ISSN 0172-6404
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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