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Primärprävention - was ist das und was soll das?

Primary prevention - what is it and what should it do?
[Arbeitspapier]

Rosenbrock, Rolf

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-294054

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH
Abstract "Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt kontinuierlich an, die Phase chronischer Erkrankungen beginnt dabei immer später im Leben. Diese compression of morbidity eröffnet der Gesundheitspolitik die Perspektive auf 'mehr gesunde Jahre in einem längeren Leben'. Dabei spielt der Ausbau der Primärprävention eine unverzichtbare Rolle. Angesichts der großen, sozial bedingten Ungleichheit von Gesundheitschancen sind Interventionen von besonderem Interesse, die insbesondere sozial benachteiligte Menschen gut erreichen. Solche Interventionen zielen sowohl auf die Senkung von Gesundheitsbelastungen als auch auf die Vermehrung gesundheitsdienlicher Ressourcen, sie sind häufig krankheitsunspezifisch, sie berücksichtigen und verändern auch die Verhaltenskontexte und sie sind in hohem Maße partizipativ. Diese Voraussetzungen werden bislang v.a. von Projekten der betrieblichen Gesundheitsförderung durch Organisationsentwicklung und von multimodalen Gesundheitskampagnen erfüllt. An der Übertragung dieser Ansätze auf andere Settings bzw. Zielgruppen bzw. Themen wird gegenwärtig gearbeitet. Auch wenn Zahl und Qualität solcher Projekte bzw. Kampagnen erheblich vermehrt werden, können sie angesichts der - durch Bildung, Arbeitsmarkt und Einkommensverteilung - anhaltenden Produktion von sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen keine vollständige Chancengleichheit herbeiführen." (Autorenreferat)

"The average life expectancy continues to rise, with the onset of chronic illness occurring increasingly later in life. With regard to health policy, this compression of morbidity results in a focus on 'more healthy years in a longer life,' making primary prevention of central importance. Given the degree of health equalities produced by social causes, interventions reaching the socially disadvantaged are particularly interesting in this regard. Such interventions aim to reduce health burdens while increasing health resources; frequently, they do not address any specific disease, but rather seek to create social change within the immediate environment of the communities served. Many of the preferred means of intervention are based on participatory models. To date work-site health promotion programs focusing on organizational development and multi-modal health campaigns have shown the most success in achieving this end in Germany. Currently, the knowledge gained from these interventions is being transferred to other settings and target groups. Due to the social mechanisms which continue to reproduce health inequalities - through education, labor policy, and income distribution - such interventions cannot close the health gap, even if the number and quality of such interventions are increased in scale." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter health; health care; social inequality; life expectancy; resources; deprivation; prevention; intervention; health policy; health care services; equal opportunity
Klassifikation Gesundheitspolitik
Methode anwendungsorientiert
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 32 S.
Schriftenreihe Discussion Papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt Bildung, Arbeit und Lebenschancen, Forschungsgruppe Public Health, 2008-303
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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