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Der Sudan nach der Teilung: alte und neue Krisen

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Juan, Alexander de

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Please use the following Persistent Identifier (PID) to cite this document:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-292806

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Corporate Editor GIGA German Institute of Global and Area Studies - Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, Institut für Nahost-Studien
Abstract Anfang April 2012 scheiterten auch die jüngsten Gespräche zur Beilegung der eskalierten Kämpfe zwischen dem Sudan und Südsudan. Während sich die internationale Aufmerksamkeit auf diesen Grenzkonflikt richtet, verschärfen sich die militärischen und politischen Krisen innerhalb des Sudan. Mit der Trennung vom Südsudan und einem Friedensvertrag mit bewaffneten Gruppierungen in Darfur schien der Sudan auf einem guten Weg, langjährige Gewaltkonflikte zu beenden. Neue Entwicklungen stimmen dagegen weniger optimistisch: In Darfur ist die Sicherheitslage nach wie vor angespannt. Im Süden des Landes ist die staatliche Armee in heftige Kämpfe mit Rebellen verwickelt und in der Hauptstadt schwächen parteiinterne Machtkämpfe die Regierung. Der Friedensprozess in Darfur bleibt unvollständig. Oppositionsgruppen wie die Justice and Equality Movement (JEM) boykottieren den 2011 geschlossenen Friedensvertrag und setzen den Kampf gegen die Regierung in Khartum fort. In den Bundesstaaten Südkordofan und Blauer Nil kommt es seit Mitte 2011 zu zunehmend intensiven gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Sudan People's Liberation Movement-North (SPLM-N) und der sudanesischen Armee. In den östlichen Bundesstaaten (Kassala, Gedaref und Rotes Meer) sind erneute gewaltsame Aktivitäten der Oppositionsbewegung Beja Congress zu befürchten, die sich für eine verstärkte politische und wirtschaftliche Beteiligung der Region einsetzt. In der Regierungspartei National Congress Party (NCP) verschärfen sich Machtkämpfe zwischen Vertretern einer kompromisslosen Linie gegen die politische und militärische Opposition und Befürworten von Verhandlungen und Reformen. Ein politisch oder militärisch erzwungener Umsturz hätte fatale Folgen für das Land; eine langfristige Stabilisierung ist nur durch einen inklusiven und gesamtnational ausgerichteten Reformprozess möglich.
Keywords Sudan; political conflict; military conflict; border region; peace process; opposition; power struggle; East Africa
Classification Peace and Conflict Research, International Conflicts, Security Policy
Free Keywords Darfur; Südkordofan; Ostsudan
Document language German
Publication Year 2012
City Hamburg
Page/Pages 8 p.
Series GIGA Focus Nahost, Nr. 4
Status Published Version; not reviewed
Licence Creative Commons - Attribution-Noncommercial-No Derivative Works
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