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Demokratie, Streitkräfte und militärische Einsätze : der "zweite Gesellschaftsvertrag" steht auf dem Spiel

Democracy, the armed forces and military deployment: the 'second social contract' is on the line
[Arbeitspapier]

Müller, Harald; Fey, Marco; Mannitz, Sabine; Schörnig, Niklas

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-292547

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Abstract "Der (ungeschriebene) 'zweite Gesellschaftsvertrag' regelt das besondere Verhältnis von Gesellschaft, Regierung und Streitkräften und legt ihre jeweiligen Pflichten und Ansprüche fest, damit Militär in der Demokratie funktionieren kann. Vor dem Hintergrund der 'Armee im Einsatz' ist dieser Vertrag zunehmend Spannungen ausgesetzt. Die Wehrstrukturreform weitet die Kapazität der Bundeswehr für Auslandseinsätze weiter aus und trägt damit dem Neuen Strategischen Konzept der NATO Rechnung. Dieses sieht humanitäre Interventionen, Peacebuilding oder Friedenserhaltung als gleichberechtigte Aufgaben neben der kollektiven Verteidigung. Parallel dazu hätte allerdings ein Procedere für eine gründliche Prüfung der Sinnhaftigkeit jedes Einsatzes festgelegt werden müssen. Denn da ihr Status als Soldatinnen und Soldaten es verlangt, ihre persönlichen Belange denen der Nation unterzuordnen, auf wichtige Grundrechte zu verzichten und letztendlich ihr Leben zu riskieren, haben Soldatinnen und Soldaten im Gegenzug Anspruch auf höchstmögliche Fürsorge und Unterstützung von Gesellschaft und Regierung. Das heißt, Soldatinnen und Soldaten dürften nur nach äußerst sorgfältiger Abwägung in einen Einsatz geschickt werden. Die Autoren weisen auf die Praxis nicht hinreichend begründeter Entsendeentscheidungen und die damit einhergehende Gefahr der Entfremdung von Gesellschaft, Politik und Armee hin und nehmen die Politik in die Pflicht. Denn weder militärtechnische Risikominderungen noch rhetorische oder psychologische Verdrängungen eignen sich als Kitt für ein aus den Fugen geratenes Verhältnis." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Federal Republic of Germany; Federal Armed Forces; security policy; military; control; deployment; reform; soldier; example; democracy; deployment overseas; humanitarian intervention; peacekeeping
Klassifikation Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2010
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe 30 S.
Schriftenreihe HSFK-Report, 10/2010
ISBN 978-3-942532-10-5
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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