Mehr von Anugwom, Edlyne
Mehr von Africa Spectrum

Export für Ihre Literaturverwaltung

Übernahme per Copy & Paste
Bibtex-Export
Endnote-Export

       

Weiterempfehlen

Bookmark and Share


Something mightier: marginalization, occult imaginations and the youth conflict in the oil-rich Niger Delta

Etwas, das mächtiger ist: Marginalisierung, okkulte Vorstellungen und der Jugendkonflikt im ölreichen Nigerdelta
[Zeitschriftenartikel]

Anugwom, Edlyne

fulltextDownloadVolltext herunterladen

(externe Quelle)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:18-4-4843

Weitere Angaben:
Abstract This contribution examines the role of occult imaginations in the struggle against perceived socio-economic marginalization by youth militias from the Ijaw ethnic group in the oil-rich Niger Delta region of Nigeria. It argues that the asymmetric power between the federal government/transnational oil corporations (TNOCs) and the militias may have privileged the invocation of the supernatural as a critical agency of strength and courage by the youth militias. The conflict in the region embodies a cultural revision which has been necessitated by both the uncertainty of the oil environment and the prevailing narratives of social injustice. Hence the Egbesu deity, seen historically as embodying justice, has been reinvented by the youth militias and imbued with the powers of invincibility and justice in the conflict with the government and oil companies. The low intensity of the conflict has limited both the extent of operations and scale of force used by the military task force in the area and thus reinforced the perception of invincibility of the militias attributed to the Egbesu.

In diesem Beitrag wird die Funktion okkulter Vorstellungen für den Kampf militanter Jugendlicher der Ijaw im ölreichen Nigerdelta untersucht, die sich gegen ihre sozio-ökonomische Marginalisierung wenden. Der Autor nimmt an, dass sich die jungen Kämpfer der asymmetrischen Machtverteilung zwischen der Bundesregierung und den transnationalen Ölgesellschaften und ihren eigenen Kampfgruppen bewusst sind und sich daher an eine übernatürliche Kraft wenden, die ihnen Mut und eine entscheidende Stärke zu verleihen scheint. Die Auseinandersetzungen in der Region haben zu einer kulturellen Umorientierung geführt, bedingt durch die soziale Unsicherheit in der vom Erdöl geprägten Umwelt und die verbreiteten Erfahrungen sozialer Ungerechtigkeit. Im Konflikt mit der Bundesregierung und den Ölgesellschaften hat die militante Jugend die Gottheit Egbesu, die im traditionellen Denken der Ijaw die Gerechtigkeit verkörpert, wiederentdeckt und mit Unbesiegbarkeit und Gerechtigkeit identifiziert. Durch die niedrige Intensität des Konflikts ist der Umfang der militärischen Operationen und die Kampfkraft der dort eingesetzten Truppen bislang begrenzt geblieben; dies hat bei der kämpfenden Jugend das Bewusstsein verstärkt, durch das Wirken ihrer Gottheit Egbesu unbesiegbar zu sein.
Thesaurusschlagwörter Nigeria; adolescent; paramilitary group; violence; militancy; occultism; primitive religion; social inequality; socioeconomic factors; ethnic conflict; West Africa; developing country; disposition to conflict; conflict potential; conflict behavior; crude oil; present
Klassifikation Religionssoziologie; Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Methode deskriptive Studie
Freie Schlagwörter sociology; political science; religious studies; crude oil; resource exploitation; young people; paramilitary forces; natural religions; sense of tradition; Rohstoffabbau; junge Menschen; Traditionsbewusstsein; Niger Delta; present
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2011
Seitenangabe S. 3-26
Zeitschriftentitel Africa Spectrum, 46 (2011) 3
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
top