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'Freiwilliger Abschied'? Die Imagination des Gerontozids als Verhandlung der Lebensdauer in der Moderne

Voluntary goodbye? The imagination of geronticide as a negotiation point about lifespan in modern age
[Zeitschriftenartikel]

Schwieren, Alexander

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-287616

Weitere Angaben:
Abstract 'Die gegenwärtig zunehmend artikulierte Befürchtung einer zukünftigen 'Sterbepflicht' für alte Menschen reagiert nicht nur auf die gesundheitspolitischen Rationierungsdebatten und den Diskurs über die Sterbehilfe. Sie verweist auch auf eine schwerer bestimmbare kulturelle Verfassung, die gegenwärtig die Möglichkeit, ein langes Leben eigenhändig zu beenden, zu begründen scheint. Der Artikel untersucht deshalb sowohl die Begriffsgeschichte der 'Altentötung' als auch deren künstlerische Inszenierung zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Denn in beiden Fällen wird die kulturhistorische Dimension gegenwärtiger Debatten lesbar. Dabei lässt sich vor allem die Differenz zwischen vormodernen Praktiken bzw. deren Narrativierung auf der einen und modernen Imaginationen auf der anderen Seite herausarbeiten. Das Dispositiv dieser Differenz besteht in dem fundamentalen Konzept der Bevölkerung. Von hier aus entwickelt sich sowohl ein politisches Rationierungsinteresse hinsichtlich des Alters als auch eine Kultur, die die 'Natürlichkeit' des Sterbens außer Kraft zu setzen strebt. Im Kurzschluss dieser Entwicklungen besteht die Gefahr einer kulturell mehr als einer politisch beförderten Vorzeitigkeit des Todes.' (Autorenreferat)

'The apprehension of a forthcoming 'obligation to die' which is currently articulated in various occasions is not only a reaction upon the debates within health care policy on rationing and the discourse on euthanasia. It also refers to a hard to define cultural condition which currently seems to justify the possibility to decide about the end of one's own life. Hence, the article analyses the conceptual history of 'Altentötung' (killing the elderly) and its artistic staging at the beginning of the 21st century. The cultural-historic dimension of the current debates is visible in both cases. In doing so, the difference between premodern practices and their narrativization or modern imaginations respectively can be elaborated. The apparatus of this difference consists of the fundamental concept of population. From here, a political interest for rationing regarding old age evolves just as well as a culture which strives to annul the naturalness of dying. The immediate results of these developments include the risk of a politically motivated premature death.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter elderly; aging; historical analysis; population policy; life-span; writer; discourse; euthanasia; voluntariness; health policy; individual; novel; modernity; biotechnology policy; dying; death; future; eighteenth century; twenty-first century
Klassifikation Gesundheitspolitik; Gerontologie, Alterssoziologie; Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Linguistik; allgemeine Geschichte
Methode historisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2009
Seitenangabe S. 111-129
Zeitschriftentitel Historical Social Research, 34 (2009) 4
ISSN 0172-6404
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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