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Genealogies of noble families as a database for social science? Possibilities and limits

Adelsgenealogien als Datenquelle für sozialwissenschaftliche Forschungen? Möglichkeiten und Grenzen
[Zeitschriftenartikel]

Franke, Christoph

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-286393

Weitere Angaben:
Abstract 'Gegenstand dieses Beitrages ist die Frage nach der Möglichkeit zur Nutzung von Adelsgenealogien als sozialwissenschaftliche Quelle für eine Untersuchung der sozialen Wirklichkeit von ausgewählten Adelsgruppen im Verlauf des Übergangs von der ständischen zur bürgerlichen Gesellschaft. Genealogien adeliger Familien werden seit dem 19. Jahrhundert im Rahmen der Gotha'schen Genealogischen Taschenbücher veröffentlicht. Die Veröffentlichung musste 1942 aufgrund von Papiermangel gestoppt werden, wurde 1951 unter dem Namen Genealogische Handbücher des Adels wieder aufgenommen. In den Genealogien werden folgende Angaben zu jeder Person veröffentlich: Vor- und Familienname, Lebensdaten, Angaben zum/r Ehepartner/in, Ausbildung, berufliche Stellung, Gutsbesitz und Mitgliedschaft in ehrenamtlichen Organisationen. Die Analyse dieser statistischen Massendaten ermöglichen Aussagen zur intergenerationellen beruflichen Mobilität, Zahl der geschlossenen Ehen und Standesmobilität des Konnubiums, zur Kinderzahl, zum Heiratsalter und in einem gewissen Rahmen zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Es fehlen jedoch Angaben zu den Ausbildungsverläufen (besuchte Schulen und Universitäten), zu den beruflichen Karrieren und zur Ausbildung und den ausgeübten Berufen der Töchter. Diese Angaben lassen sich in eine Reihe von Fällen aus Familiengeschichten entnehmen und die Unterschiede zwischen Familiengeschichten und Genealogien sollen herausgestellt werden. Schließlich wird exemplarisch ein begrenzter Datenbestand zu Angehörigen des sächsischen Adels ausgewertet. Ausgehend von einer Anpassung des Adels an die Normen der bürgerlichen Gesellschaft wird nach dem Wandel in Erziehung und Ausbildung gefragt und deren Auswirkungen auf die Berufstätigkeit des sächsischen Adels im 19. und 20. Jahrhundert analysiert.' (Autorenreferat)

'This paper examines the possibility of using genealogies of noble families as a source for social sciences, to analyse the social reality of noble families, during the transition from a class structured to a civil based society. Genealogies of noble families have been published since the 19th century, but they were stopped during the Second World War. These publications were resumed in 1951. In these genealogies the following information of each person are published: Name and family name, date of birth and date of death. The same data, concerning the spouse, education, profession, information concerning an estate and membership in voluntary organisations was collated. The analysis of this mass data enables Statements concerning the change of professions, to the number of marriages and to the mobility of marriage, to the number of children, to length of marriage and, to a certain extent, social participation. But there is a lack of data concerning the education, the professional career and the professions of the noble daughters. As an alternative source, there may be family histories, which were published for a number of families, which could be used. In this paper the differences, between family history and genealogies, will be presented in detail. Finally, with the help of a limited database, an exemplary inquiry can be made concerning the adaptation of the Saxon nobility to the norms of the civil society. In particular, the changes that have taken place in general and vocational education as well as the effects of the modified ways of vocational training on the occupation of the Saxon nobility during the 19th and 20th century will be analyzed.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter aristocracy; education; data; genealogy; occupational mobility; training; gainful occupation; life career; Saxony; process-produced data; data documentation; data capture; German Reich; Germany; social change; wedding; historical social research
Klassifikation Sozialgeschichte, historische Sozialforschung
Methode empirisch; empirisch-quantitativ; Grundlagenforschung
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2009
Seitenangabe S. 122-142
Zeitschriftentitel Historical Social Research, 34 (2009) 1
ISSN 0172-6404
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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