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Grenzziehungen und Übergänge : der Umgang mit der Generationendifferenz im Familienritual

Boundary drawing and transitions: dealing with generational differences in family ritual
[Zeitschriftenartikel]

Audehm, Kathrin; Zirfas, Jörg

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-279222

Weitere Angaben:
Abstract 'Der Aufsatz erläutert anhand eines empirischen Beispiels die Bearbeitung der Generationendifferenz im Tischritual von Familien. Weil die institutionellen Rahmungen und traditionellen Bindungen allein nicht ausreichen, um sich der Gemeinsamkeit und Verbundenheit als Gruppe zu versichern, müssen Familien als handelnde Institutionen ihre Zugehörigkeit in Ritualen nicht nur bezeugen, sondern auch alltäglich erzeugen. Deshalb sind Rituale konstitutive Elemente des Familienlebens und können im Anschluss an Pierre Bourdieu als performative Akte verstanden werden, in denen Familien ihre Differenzen symbolisch bearbeiten und sich die Familienmitglieder wechselseitig erziehen. Der Effekt der sozialen Magie lässt die Familien bei Tisch zu dem werden, was sie sind. Die qualitative Rekonstruktion einer rituellen Selbstbelehrung zeigt, dass die im Tischritual erfolgenden Grenzziehungen an die familialen Autoritätsbeziehungen gebunden sind und dennoch die Familiensolidarität bei Tisch erhalten bleibt.' (Autorenreferat)

'An empirical case is analyzed to show how generational differences are dealt with in families' dining table rituals. Since institutional frameworks and traditional bonds alone are not a sufficient guarantee for their community and coherence as a group, families as acting institutions rely on rituals not only to enact their sense of belonging, but to generate it on a day-to-day basis. Rituals, therefore, are constitutive elements of family life and can be seen, in line with Pierre Bourdieu, as performative acts in which families symbolicly work out their differences and individual members learn from each other. The effect of social magic is to allow families to become what they are at the dining table. The qualitative reconstruction of ritual self-education shows that while boundaries drawn at the table are tied to familial authority patterns, it is at the table that the solidarity of the family is kept intact.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter authority; community; family member; family; ritual; generation; Intergenerational relations
Klassifikation Familiensoziologie, Sexualsoziologie
Methode empirisch; empirisch-qualitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2005
Seitenangabe S. 145-162
Zeitschriftentitel Zeitschrift für qualitative Bildungs-, Beratungs- und Sozialforschung, 6 (2005) 1
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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