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Machtteilung - wohlklingendes Rezept mit vielen Risiken

Division of power - pleasant-sounding recipe with many risks
[Arbeitspapier]

Mehler, Andreas

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-276038

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber GIGA German Institute of Global and Area Studies - Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien
Abstract "Am 24. April griffen Mitglieder einer bislang nicht in Friedensverhandlungen eingebundenen Rebellenbewegung in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) einen Armeekonvoi an; zuvor hatte die Armee eine ihrer gefürchteten Razzien im Nordwesten des Landes durchgeführt. Beides geschah kurz nach einem Abkommen zwischen Regierung und hauptsächlicher Rebellenbewegung. Dies ist nur ein Beispiel, wie wenig Machtteilungsarrangements wert sind, auf denen viele Hoffnungen ruhen. Analyse: Zu den häufigsten Standardlösungen von Bürgerkriegen gehört die Machtteilung (power-sharing). Sie wird in hochrangigen Gesprächsrunden, meist über einen außenstehenden Vermittler verhandelt. Wie jüngere Friedensschlüsse in Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste), Nepal, im Tschad und in der ZAR zeigen, sind diese Arrangements häufiger aber eher Bestandteil des Problems als ihrer Lösung: Die Vergabe von Regierungsposten u.Ä. an Rebellenführer belohnt den gewaltsamen Weg zur Macht. Zivile Opposition wird entwertet, das falsche Zeichen gesetzt. Auch auf der Ebene des 'Fußvolks' kann der Eindruck entstehen, dass sich die Gewaltoption am ehesten auszahlt. Zumindest materielle Ziele (Demobilisierungsrenten) scheinen sich schneller verwirklichen zu lassen als durch 'ehrliche Arbeit'. Eine vollständige Inklusion aller Konfliktparteien ist kaum zu erzielen, die 'umfassende' Friedenslösung in einem Vertrag ist eine Illusion: Wer nicht mit am Verhandlungstisch sitzt, fühlt sich ausgeschlossen und kämpft weiter. Nicht selten kann beobachtet werden, dass es nach der vermeintlichen Regelung eines Konfliktes zu einer neuerlichen Eskalation der Auseinandersetzungen kommt. Das heißt, es geht weniger um Inklusion als um die deutliche Aussicht, die Konfliktursachen aufzuarbeiten." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Africa; national state; guerrilla; power; balance of power; power struggle; power politics; securing of power; Nepal; opposition; civil war; conflict; disposition to conflict; conflict mediation; conflict resolution; conflict potential; conflict management; conflict situation; South Asia; developing country; Asia
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
Methode deskriptive Studie
Freie Schlagwörter Global; Bewaffneter Konflikt; Machtteilung; Konsensdemokratie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2007
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 8 S.
Schriftenreihe GIGA Focus Global, 3
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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