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"We're in the Arab World, man. Forget democracy." : Die schwierige Transformation autoritärer Regime in Nahost

'We're in the Arab World, man. Forget democracy.' : the difficult transformation of authoritarian regimes in the Middle East
[Arbeitspapier]

Mattes, Hanspeter

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-275982

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber GIGA German Institute of Global and Area Studies - Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, Institut für Nahost-Studien
Abstract "Die Vorbereitung der republikanischen Erbfolge in Ägypten durch Gamal al-Mubarak, der Staatsstreich in Mauretanien vom August 2008 oder die Ankündigung Saif al-Islam Qaddafis, sich ins Ausland zu begeben und vorerst seine politischen Reformaktivitäten in Libyen einzufrieren, sind die gegenwärtig offensichtlichsten Beispiele dafür, dass es um eine politische Reform der autoritären Systeme in Nordafrika und Nahost (de facto alle Staaten der Region mit Ausnahme Israels) schlecht bestellt ist. Die arabischen Staaten weisen unabhängig von der Ausprägung ihres jeweiligen politischen Systems - ob Monarchie, Republik oder 'Volksmassenstaat' (arab. jamahiriya) wie in Libyen - autoritäre Züge auf, die zwar in ihrem Charakter variieren, aber bislang in keinem Staat durch politische Reformen überwunden wurden. Die in allen Staaten durchaus vorhandene Opposition konnte keine politische Öffnung herbeiführen. Erfolgreiche Machtwechsel wie in Tunesien 1987, im Sudan 1989 oder in Mauretanien 2005 halfen nicht, demokratische Strukturen zu verankern. Hohe Anpassungsfähigkeit der autoritären Regime an interne und externe Herausforderungen gepaart mit der Existenz funktionsfähiger Sicherheitsdienste begünstigen die Langlebigkeit der vorhandenen Systemstrukturen in Nahost. Nicht nur der Staat, auch die Gesellschaft und die Zivilgesellschaft einschließlich der politischen Parteien in der Region sind autoritär strukturiert und bieten kaum überzeugende Gegenmodelle; selbst das islamistische Modell - das in sich Pluralismus ausschließt - hat deutlich an Attraktivität und Mobilisierungsfähigkeit verloren. Ein breites Spektrum sich gegenseitig verstärkender Hemmfaktoren (Repression, neopatrimoniale Strukturen, religiöse Aspekte etc.) erschwert oppositionelles Handeln; in den hierarchisch strukturierten arabischen Gesellschaften haben demokratische Verfahrensweisen kaum Chancen, akzeptiert zu werden. Die Demokratieförderung durch externe (westliche) Akteure ist mit dem Makel 'interventionistisch' und 'unislamisch' behaftet." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Middle East; authoritarian system; authoritarianism; Egypt; Mauritania; Libya; political reform; political change; civil society; democratization; political actor; North Africa; Arab countries; developing country; West Africa; French-speaking Africa; Africa; Africa South of the Sahara; political system
Klassifikation Staat, staatliche Organisationsformen; politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
Methode deskriptive Studie
Freie Schlagwörter Autoritäre Herrschaft; Demokratiedefizit; Bestimmungsfaktoren; Entwicklungsperspektive und -tendenz
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 8 S.
Schriftenreihe GIGA Focus Nahost, 8
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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