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"Magic Microfinance" - bald auch eine Erfolgsgeschichte für Afrika?

"Magic Microfinance" - also soon a success story for Africa?
[Arbeitspapier]

Giesbert, Lena

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-274920

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber GIGA German Institute of Global and Area Studies - Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, Institut für Afrika-Studien
Abstract "Die Erfolgswelle der Mikrofinanzierung dauert an und hat inzwischen selbst Westeuropa erreicht. Mikrofinanzierung wird als eine zentrale Entwicklungsstrategie auf dem Weg zu den Millennium Development Goals angesehen. Jüngst haben deutsche Entwicklungspolitiker der 'Aktion 2015' gefordert, dieses Instrument verstärkt einzusetzen, um 'extreme Armut' zu bekämpfen. Die Hoffnung hat sich verbreitet, dass mit Mikrofinanzierung Geschäfte zu machen sind und gleichzeitig Armut verringert werden kann. Trotz des anhaltenden Enthusiasmus in der internationalen Gebergemeinschaft ist in Afrika südlich der Sahara eine Erfolgsgeschichte wie bei der Grameen Bank in Bangladesch noch nicht zu beobachten. Dennoch verfügt der Mikrofinanzmarkt auf dem afrikanischen Kontinent über großes Potenzial - allerdings kaum im Hinblick darauf, 'extremer Armut' unmittelbar entgegenzuwirken. Die wirtschaftliche Leistungsbilanz afrikanischer Mikrofinanzinstitute (MFI) bleibt weit hinter der anderer Regionen wie Asien und Lateinamerika zurück. Mikrofinanzdienstleistungen (MFD) sind bisher nur wenig verbreitet und die Mehrheit der Kunden gehört nicht zu den extrem Armen. Dennoch ist der Mikrofinanzsektor überdurchschnittlich produktiv und wächst rasant. Da Afrika mit den meisten Sparkontoinhabern als große 'Spar-Ausnahme' im Mikrofinanzbereich gilt, scheint es unangebracht, sich einseitig auf Mikrokredite zu konzentrieren. Problematisch ist zugleich, dass Mikrokredite in Afrika statt zu Investitionen oft zum Konsumausgleich von Haushalten verwendet werden. Strategien, um diesen Finanzsektor voranzubringen, sollten daher besonders weitere Dienstleistungen wie Spar- und Mikroversicherungsprodukte einbeziehen, welche die Funktion der Absicherung besser gewährleisten können. Vor allem sollten Mikrofinanzdienstleistungen den Bedürfnissen klein- und mittelständischer Unternehmen in Afrika besser angepasst werden, bei denen sich das Potenzial von Mikrofinanzierung, Wohlstand zu steigern, besonders gut entfalten kann. Erwartungen, Armut durch Mikrofinanzierung rasch und direkt zu mindern, scheinen dagegen überzogen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Africa South of the Sahara; microeconomics; funding; development strategy; poverty; combating poverty; credit; credit policy; lending; savings; service; microfinance; Africa
Klassifikation Entwicklungsländersoziologie, Entwicklungssoziologie
Methode deskriptive Studie
Freie Schlagwörter Kreditwirtschaft; Finanzdienstleistungen; Sparwesen; Kleine und mittlere Unternehmen; Entwicklungspolitische Strategie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 8 S.
Schriftenreihe GIGA Focus Afrika, 9
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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