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Erdölkriege - Kriege der Zukunft?

Crude oil wars - wars of the future?
[Arbeitspapier]

Basedau, Matthias

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-274020

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber GIGA German Institute of Global and Area Studies - Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien
Abstract "Vor dem Hintergrund eines anhaltend hohen Erdölpreises und Krisen in Förderregionen prognostizieren zahlreiche Stimmen in den letzten Monaten verschärfte, auch gewaltsame Konflikte um Öl. Haupthypothese ist, dass die endlichen Ölreserven und die anhaltende oder gestiegene Nachfrage von Ländern wie den USA bzw. China gewalttätige Konflikte zwischen Ölimporteuren und/ oder -exporteuren hervorrufen werden. Erdölkriege sind in der Zukunft in mindestens vier Szenarien denkbar: 1. Konflikte zwischen Exporteuren und Importeuren, 2. Konflikte zwischen Importeuren, 3. Konflikte zwischen Exporteuren und 4. Konflikte innerhalb von Exportländern. Die Wahrscheinlichkeit von Erdölkriegen hängt zunächst von der wachsenden Ölknappheit ab. Diesbezügliche Prognosen (z.B. 'Peak Oil') sind aber sehr unzuverlässig. Stand und Entwicklung von Produktion und Reserven, Nachfrage, technologischer Innovation und alternativen Energiequellen sowie politische Faktoren sind in ihrer Gesamtheit kaum vorherzusagen. In der Vergangenheit waren Erdölkriege zwischen Staaten eher selten und nur erhebliche Ölknappheit bei gleichzeitig abwesenden Alternativen und fehlendem internationalen Ressourcenmanagement macht eine diesbezügliche Änderung wahrscheinlich. Erdölkriege waren bislang vor allem ein innerstaatliches Phänomen, dessen Häufigkeit bisweilen übertreiben wird. Ihre Wahrscheinlichkeit steigt vor allem bei ungünstigen Kontextbedingungen wie großer Ölabhängigkeit und schlechter Regierungsführung. Alarmistische Prognosen müssen mit einem gerüttelt Maß an Skepsis betrachtet werden - zu viele unbekannte Größen sind im Spiel. Ölexporteure und -importeure tun dennoch gut daran, sich auf mögliche Herausforderungen vorzubereiten. Während Exporteure vor allem auf die Diversifizierung der Wirtschaft und politisch sensible Governance setzen sollten, sind für Importeure verringerte Abhängigkeit von einzelnen Herkunftsländern und Energiequellen sowie technologische Innovation zu empfehlen. Insbesondere sollten die politischen Beziehungen zwischen Importeuren und Exporteuren verstärkt verregelt werden." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter crude oil; energy; energy production; energy consumption; energy source; energy supply; war; scenario
Klassifikation Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Methode deskriptive Studie
Freie Schlagwörter Global; Erdölexportierende Länder; Westliche Industrieländer; Versorgungssicherheit; Ressourcenkonflikt; Energiesicherheit
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2007
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 7 S.
Schriftenreihe GIGA Focus Global, 6
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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