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Pakistan : der fragile Frontstaat; die Außen- und Sicherheitspolitik eines schwierigen Partners

[Forschungsbericht]

Wilke, Boris

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-262145

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract Seit dem 11. September 2001 ist Pakistan ein wichtiger Verbündeter im Anti-Terror-Krieg. Von den außenpolitischen Akteuren in Europa wird das Land jedoch in erster Linie als Bestandteil von Krisenkonstellationen wahrgenommen und gilt zunehmend als Sorgenkind. Um die Irritationen zwischen Pakistan und der westlichen Welt auszuräumen, ist ein Ansatz erforderlich, der größere Empathie für die innenpolitischen Gegebenheiten und mehr Sinn für die innere Logik außenpolitischer Entscheidungsprozesse entwickelt. Die Studie unterschiedet vier Determinanten, die idealtypisch für das Grundgerüst pakistanischer Außen- und Sicherheitspolitik stehen: der Antagonismus zu Indien, das Verhältnis zu Afghanistan, Pakistans machtpolitische Ambitionen und die moralisch-religiöse Dimension seiner Außenpolitik. Es wird argumentiert, daß die veränderten weltpolitischen Rahmenbedingungen Pakistan zu einer teilweisen »Privatisierung« seiner Außen- und Sicherheitspolitik veranlaßt haben, die das Land als einen Gefahrenherd erscheinen lassen. Die Studie kommt zu dem Schluß, daß kurzfristig die Priorität darin liegen sollte, die von Präsident Musharraf eingeleitete Zurückdrängung privater Gewaltakteure soweit wie möglich zu unterstützen. Darüber hinaus sollte die Entwicklung einer außen- und sicherheitspolitischen Strategie gegenüber Pakistan erwogen werden, die über Krisenmanagement hinausgeht, sowohl sicherheits- als auch entwicklungspolitische Fragen umfaßt und das Land in seiner Funktion als Scharnier zwischen Südasien und Westasien anerkennt. Bei der derzeitigen regionalen Konstellation sollte der Wiederaufbau Afghanistans als Gelegenheiten betrachtet werden, Pakistan durch eine aktivere Einbeziehung zu neuer Realpolitik zu bewegen.
Thesaurusschlagwörter Pakistan; foreign policy; political development; islamism; international relations; security policy; Afghanistan; India; bilateral conflict; power politics; border region; domestic policy; political influence
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik; Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2003
Seitenangabe 26 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 47
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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