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Geldwäschebekämpfung durch die EU

[Forschungsbericht]

Hägel, Peter

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-262082

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract Im Kontext finanzwirtschaftlicher Globalisierung steht die EU vor der Herausforderung, eine wirksame Geldwäschebekämpfung auf interner und globaler Ebene voranzutreiben. Seit den 1990er Jahren haben Initiativen der Financial Action Task Force und der Vereinten Nationen ein globales Bezugssystem geschaffen, das die weltweite Verfolgung von Geldwäsche erleichtert. Doch der entstehende Binnenmarkt für Finanzdienstleistungen verlangt weitergehende Integrationsschritte, um Geldwäsche in einem EU-weiten »Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts« einzudämmen. Mit den Geldwäscherichtlinien von 1991 und 2001 hat die EU bereits einheitliche Kontrollmechanismen für Finanzunternehmen und für gefährdete Berufsgruppen vorgeschrieben. Auch die Zusammenarbeit von Polizei und Justiz im dritten Pfeiler wurde seit dem Amsterdamer Vertrag verbessert. Europol und Eurojust arbeiten nun an EU-weiten Geldwäscheanalysen und -ermittlungen. Die Kooperation zwischen den Mitgliedstaaten wird mit dem Übereinkommen zur Rechtshilfe in Strafsachen, dem Europäischen Justitiellen Netz und dem Europäischen Haftbefehl effektiver. Trotz dieser Erfolge bleiben Maßnahmen des dritten Pfeilers schwerfällig und unübersichtlich, vor allem bei der Implementierung. Nach der EU-Erweiterung droht der dritte Pfeiler noch komplizierter zu werden. Deswegen ist eine umfassende Übertragung in den ersten EU-Pfeiler dringend notwendig. Weitere Optionen sind die Erhöhung der Unternehmenstransparenz im Zivilrecht und mehr Kompetenzen für Europol und Eurojust. Externen Partnerstaaten wäre mit neuen Anreizen für gemeinsame Ermittlungen, unkooperativen Staaten mit strikteren Kontrollen im Finanzverkehr zu begegnen. Durch solche internen Fortschritte könnte die EU zu einem weltweiten Impulsgeber werden.
Thesaurusschlagwörter EU; money; organized crime; global governance; prosecution; international capital movement; crime fighting; international cooperation; globalization; form of cooperation; European cooperation
Klassifikation Europapolitik; Justiz
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2003
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 33 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 37
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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