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Die Rolle externer wirtschaftlicher Akteure in Bürgerkriegsökonomien und ihre Bedeutung für Kriegsbeendigungsstrategien in Afrika südlich der Sahara

The role of external economic actors in civil war economies and their meaning for war ending strategies in sub-Sahara Africa
[Forschungsbericht]

Brzoska, Michael; Paes, Wolf-Christian

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-260317

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Stiftung Friedensforschung
Abstract "Im Mittelpunkt des Projektes stand die Auseinandersetzung mit der Frage, welche Rolle externe wirtschaftliche Akteure bei der Entstehung, für das Andauern und für die Beendigung von bewaffneten Konflikten in Kriegsökonomien in Subsahara-Afrika haben. In Anlehnung an Philippe Le Billon wurde eine Bürgerkriegsökonomie als ein System zur Produktion, Mobilisierung und Verteilung von Ressourcen zur Aufrechterhaltung von Gewalt definiert. Im Gegensatz zur Kriegswirtschaft in modernen Industriegesellschaften in Europa und Nordamerika, die bei der Beschaffung von militärischen Ausrüstungsgegenständen weitgehend unabhängig vom Weltmarkt sind und die bei der Versorgung der Streitkräfte auf einen zentralistisch-bürokratischen Verwaltungsapparat zurückgreifen, spielen in vielen Staaten der so genannten Dritten Welt externe ökonomische Faktoren eine wichtige Rolle. Die folgenden Konflikte wurden im Rahmen von Fallstudien untersucht (in Klammern jeweils der Untersuchungszeitraum): Angola (1992-2002); Côte d'Ivoire (2002 - heute); Demokratische Republik Kongo (DRK) (1998 - heute); Guinea (2000-2001); Liberia (1997-2004); Nigeria/ Niger Delta (2003 - heute); Sierra Leone (1991-2002); Somalia (1988 - heute); Sudan/ Südsudan (1989 - heute). Dabei wurde in allen Fällen ein gemeinsamer Analyserahmen zugrunde gelegt, der sich an den folgenden Leitfragen orientierte: 1. Welche Bedeutung haben Rohstoffe als Konfliktgegenstand und externe Finanzierungsquelle für die Fortführung kriegerischer Aktivitäten in Bürgerkriegsökonomien in Subsahara-Afrika? 2. Welche Bedeutung haben externe Akteure für die Fortführung kriegerischer Aktivitäten in Bürgerkriegsökonomien in Subsahara-Afrika? 3. Welche Optionen zur Beeinflussung des Verhaltens externer Akteure bestehen und wie sind sie einzuschätzen? Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass international vermarktbare Rohstoffe ein wesentlicher Faktor für die Kriegsfinanzierung in Afrika sind. Die Zusammenhänge zwischen Rohstoffen und Konflikten sind jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich und häufig nicht von anderen Konfliktursachen zu trennen. Die Analyse der Fallstudien zeigt deutlich, dass auch Auseinandersetzungen, die in der Öffentlichkeit primär als Ressourcenkonflikte wahrgenommen werden (Angola, DRK, Sierra Leone, Sudan) durch eine komplexe Mischung von Faktoren bestimmt werden und nicht auf die Ausbeutung von Bodenschätzen reduziert werden sollten." (Textauszug)

"What role do external economic actors play for the outbreak, the continuation, and the re-solution of violent conflicts in war economies in Sub-Saharan Africa? War economies are defined as a system of producing, mobilizing and allocating resources to sustain violence (Philippe Le Billon). Contrary to war economies in Europe or North America, which are largely self-sufficient for the supply of military equipment and rely on a bureaucratic procurement mechanism to supply their armed forces, external economic factors play an important role in many countries of the so-called 'third world'. In the context of this project, the following conflicts were studied in detail (in brackets the time period analyzed): Angola (1992-2002); Côte d'Ivoire (2002 - present); Democratic Republic of Congo (DRC) (1998 - present); Guinea (2000-2001); Liberia (1997-2004); Nigeria/ Niger Delta (2003 - present); Sierra Leone (1991-2002); Somalia (1988 - present); Sudan/ South Sudan (1989 - present). All case studies were analyzed according to a similar framework, consisting of the following three guiding questions: 1. What is the importance of natural resources for the continuation of violent conflict in Sub-Saharan Africa, both as a subject of conflict and as a source of external finance? 2. What role do external actors play in the continuation of war economies in Sub-Saharan Africa? 3. What are the possibilities to influence the behavior of external actors and how should these possibilities be assessed? The case studies clearly show that natural resources are an important factor for the financing of violent conflicts in Africa. However, the precise nature of the relationship between commodities and conflict differs from country to country. The case studies also present compelling evidence that civil wars, which are publicly primarily perceived as resource conflicts (Angola, DRC, Sierra Leone, Sudan), are motivated by a complex mix of factors and must not be reduced to the exploitation of natural resources." (excerpt)
Thesaurusschlagwörter Africa South of the Sahara; civil war; wartime economy; external effects; pressure group; interest orientation; funding; economic factors; resources
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik; Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2007
Erscheinungsort Osnabrück
Seitenangabe 56 S.
Schriftenreihe Forschung DSF, 7
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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