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Pakistan: Ausweg aus der Dauerkrise?

[Forschungsbericht]

Maaß, Citha D.

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-256828

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract Seit dem 11. September 2001 befindet sich Pakistan in einer strategischen Schlüsselposition im internationalen Kampf gegen den Terrorismus. Da es jahrelang die Taliban unterstützt hat und deshalb die internen Strukturen des radikal-islamischen Regimes und dessen Beziehung zu Osama bin Laden am besten kennt, kann es nun einschlägige nachrichtendienstliche Hinweise für den Krieg gegen das Regime geben. Da das der Militärregierung unter General Pervez Musharraf bewußt ist, hat sie den USA weitgehende Kooperation angeboten. Damit hat sie sich jedoch auf eine gefährliche Gratwanderung begeben. Das ideologisch-islamistische Gedankengut der Taliban wird teilweise auch unter den verwandten paschtunischen Stämmen auf pakistanischer Seite geteilt und von religiösen Parteien Pakistans in die innenpolitische Auseinandersetzung mit der Militärregierung hineingetragen. Diese Gefahr sieht die Militärregierung und geht entschlossen gegen den Druck islamistischer Kräfte im eigenen Land vor. Bei diesem Vorgehen kann sie mit umfassender westlicher Hilfe rechnen, Die es ihr zugleich ermöglichen könnte, den Staat aus der über 50jährigen Dauerkrise herauszuführen. Noch ist die Auseinandersetzung zwischen der Militärregierung und der islamistischen Militanz nicht entschieden. Deshalb ist der Rückhalt durch westliche Staaten und China, das seit langem als zuverlässiger Freund in allen Gesellschaftsschichten Pakistans geschätzt wird, umso wichtiger. Um die Erfolgschancen der Militärregierung bei dieser schwierigen Gratwanderung zu beurteilen, ist ein Blick in die Entstehung und strukturelle Veränderung der seit der Unabhängigkeit 1947 bestehenden Dauerkrise hilfreich. Die Studie analysiert das Krisenverständnis der Militärregierung und zieht eine Zwischenbilanz über das ehrgeizige Reformprogramm, das kurz nach der unblutigen Machtübernahme im Oktober 1999 in enger Zusammenarbeit mit der Weltbankgruppe ausgearbeitet und schrittweise umgesetzt wird. Dabei werden die Entwicklungen in den vorausgehenden Jahrzehnten einbezogen, so daß die Studie als Hintergrundanalyse für die Zerreißprobe dient, in der sich Militärregierung, Staat und Gesellschaft seit den Terroranschlägen und dem Beginn der US-Militäraktion in Afghanistan am 7. Oktober 2001 befinden.
Thesaurusschlagwörter Pakistan; political system; terrorism; islamism; historical development; military dictatorship; security; domestic policy; reform; economic development (on national level); failure of the state; governance; political crisis
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Methode deskriptive Studie; Dokumentation
Freie Schlagwörter Musharraf, Pervez; Zia-ul-Haq, Mohammad
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2001
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 79 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 34
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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