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Zielkonflikte der EU-Erweiterungspolitik? Kroatien und Makedonien zwischen Stabilität und Demokratie

Goal conflicts in EU expansion policy? Croatia and Macedonia between stability and democracy
[Forschungsbericht]

Richter, Solveig

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-251207

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract 'Der Westliche Balkan hatte für die EU von Beginn der neunziger Jahre an eine besondere sicherheitspolitische Bedeutung. Die Beitrittsperspektive wurde zum Herzstück der europäischen Soft Power für Frieden und Demokratie. Dabei beruhte die Strategie der EU auf dem Gedanken, sich mit der Erweiterungspolitik eines primär integrationspolitischen Instruments zu bedienen, um sicherheitspolitische Interessen umzusetzen. Anders als im Beitrittsprozess der mittel- und osteuropäischen Staaten dominierten in der EU-Westbalkanpolitik denn auch die 'Kopenhagen-Plus-Kriterien' - Forderungen, die auf die Staats- und Nationswerdung der Länder abzielten. Die Entwicklung in Kroatien und Makedonien - den beiden Beitrittskandidaten - nährt jedoch Zweifel, inwiefern die EU-Erweiterungspolitik tatsächlich beide Ziele gleichzeitig erreichen kann: einerseits Frieden und Stabilität zu schaffen, andererseits die Demokratisierung zu forcieren, um die Staaten so auf einen EU-Beitritt vorzubereiten. Die EU-Strategie führte zwar in beiden Ländern tatsächlich zu innerer Stabilisierung und konstruktivem Konfliktaustrag. Sie trug in kontraproduktiver Weise jedoch auch zu Fehlentwicklungen bei, die eine Konsolidierung verzögern und den eigentlichen Beitrittsprozess belasten. Gehen Staatsbildung und demokratische Reformen nicht mehr Hand in Hand, entsteht für die EU ein Konflikt zwischen sicherheits- und integrationspolitischen Zielstellungen - zwischen einer Fortsetzung des Beitrittsprozesses zur weiteren Stabilisierung und einer Verlangsamung aufgrund von Reformdefiziten in den Ländern. Mit Blick auf die anderen potentiellen Beitrittskandidaten in der Region unterstreichen diese Erfahrungen, wie wichtig bereits in einem frühen Stadium die Erfüllung der originären Kopenhagener Kriterien ist.' (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter reform; democracy; stabilization policy; democratization; EU; EU expansion; Macedonia; Croatia; European integration; European security; eastwards expansion; stability; EU policy; joining the European Union
Klassifikation Europapolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2009
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 33 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 19
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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