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Einkommensveränderungen von Familien rund um die Geburt von Kindern in Deutschland zwischen 1985 und 2004

Changes in family income around the time of birth of children in Germany between 1985 and 2004
[Zeitschriftenartikel]

Schulze, Alexander

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(externe Quelle)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bib-cpos-2010-03de8

Weitere Angaben:
Abstract Während der Verlauf und die Ursachen des Geburtenverhaltens intensiv erforscht wurden, sind die finanziellen Folgen einer Geburt empirisch kaum beachtet worden. Daher werden hier kurzfristige Wohlstandsveränderungen von Familien (hinsichtlich verfügbarem Haushaltseinkommen und Äquivalenzeinkommen) rund um die Geburt eines Kindes in längsschnittlicher Perspektive analysiert und auf ihre Ursachen untersucht. Zu diesem Zweck wurden die Daten des Sozio-oekonomischen Panels (1984-2005) mittels Fixed-Effekt-Panelregressionsmodellen analysiert. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass die finanziellen Folgen einer Geburt in den letzten Jahren deutlich gewachsen sind und vor allem das erste Kind ein überproportionales Wohlstandsrisiko darstellt, während weitere Kinder selten erhebliche Wohlstandsveränderungen bedingen. Negative finanzielle Konsequenzen treten zudem nur in Doppelverdienerhaushalten auf und betreffen die oberen Schichten der Gesellschaft am stärksten. Die Ergebnisse decken damit einen gewissen Modifikationsbedarf der staatlichen Familienleistungen auf. Neben der Bereitstellung adäquater infrastruktureller Rahmenbedingungen, die es Müttern erlauben erwerbstätig zu bleiben, sollten vor allem die Auszahlungen zum Kindergeld im Vergleich zur gegenwärtigen Praxis erhöht und mit Blick auf die Ordnungszahl des Kindes neu angepasst werden.

While the course and the determinants of fertility behaviour have been investigated intensively, the monetary consequences of birth have hardly been considered empirically to date. Therefore, this paper focuses on the short-term (equivalent) household income changes around the time of births in a longitudinal perspective and examines them for their causes. For the analyses of the longitudinal data (GSOEP-Data 1984-2005), fixed effects panel regression models were computed. The results show that the short-term socioeconomic consequences of birth have clearly increased in the last two decades and first births in particular are associated with disproportionately severe socioeconomic consequences, while further births are rarely accompanied by negative changes in the households’ socioeconomic situations. Furthermore, household income losses attributable to births only arise in double income households and increase gradually in line with a rising level of household income before birth. Hence, the analyses suggest the need for more adequate state assistance with respect to family support. Beside the provision of adequate infrastructural conditions which allow mothers to be employed, also the payments to compensate for child-related costs (“Kindergeld”) should be – in contrast to the present practice in Germany – increased and re-adjusted with respect to the child’s position in the birth sequence.
Thesaurusschlagwörter income; family; birth; Federal Republic of Germany; prosperity; dual career couple; child benefit; family policy; costs
Klassifikation Familiensoziologie, Sexualsoziologie; Bevölkerung
Methode empirisch; empirisch-quantitativ
Freie Schlagwörter Fertilität; Fixed-Effects; Paarhaushalte; children; household income; Germany; births; longitudinal; fixed-effect
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2010
Seitenangabe S. 85-106
Zeitschriftentitel Comparative Population Studies - Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, 35 (2010) 1
DOI http://dx.doi.org/10.4232/10.CPoS-2010-03de
ISSN 1869-8999
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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