@article { Grubitzsch1992,
 title = {Chaos-Theorie und nomothetische Psychologie : zwei sich ausschließende Zugangsweisen zum menschlichen Verhalten? Gedanken bei der Lektüre des Buches "die Entdeckung des Chaos", von Briggs u. Peat (1990)},
 author = {Grubitzsch, Siegfried},
 journal = {Psychologie und Gesellschaftskritik},
 number = {3/4},
 pages = {145-162},
 volume = {16},
 year = {1992},
 url = {http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-249417},
 abstract = {Der vorliegende Beitrag befaßt sich mit dem Verhältnis von Chaos-Theorie und nomothetischer Psychologie. Er zeichnet die Chaos-Theorie in ihrer Entwicklung, ihren Bestandteilen, Forschungen und deren Ergebnissen nach. Abschließend zieht er daraus Schlüsse für die derzeitige Psychologie: Menschlisches Verhalten ist derart komplex und spontan, daß es nicht vorhersagbar ist. Eine nomothetische Psychologie folgt deshalb einer reduktionistischen Auffassung vom Menschen. Versucht man, chaotisches Verhalten durch Kontrolle seiner Eingangsbedingungen beherrschbar zu machen, beschneidet man gleichzeitig kreative Entwicklungsprozesse. Soziale und kulturelle Entwicklungen sind autonome, kontinuierliche Prozesse, in die zwar modifizierend und organisierend eingegriffen werden kann, deren Entwicklungstempo jedoch respektiert werden muß. Die Psychologie sollte mit der Rezeption der Chaos-Theorie beginnen, damit sie nicht in Gefahr läuft, methodischen und erkenntnistheoretischen Entwicklungen hinterherzuhinken und ins Abseits der Wissenschaften zu geraten. (pag)},
}