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Selbstmord, Suizid, Freitod oder vom lebensgefährlichen Wagnis einer unfreien Freiwilligkeit

Killing oneself, suicide, voluntary death or the lethal hazard of a forced voluntariness
[Zeitschriftenartikel]

Folle, Christian

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-249147

Weitere Angaben:
Abstract In dem Artikel wird gezeigt, welche weitreichenden Folgen es hat, daß die Freiwilligkeit der Selbsttötung in Frage gestellt wird. Ausgangspunkt der Überlegungen ist das Buch 'Freiwillig sterben - Freiwillig?', herausgegeben von M. Haller (1986). Im Mittelpunkt steht die Frage, inwieweit die scheinbar so selbstverständliche Koppelung von Selbsttötung und Befreiung zu der Dimension Selbsttötung gleich Befreiung den notwendigen Reflexionsgehalt aufweist. Es wird überprüft, wie die Autoren des Buches diese Frage beantworten und welche Logik sie dabei verfolgen. Eine dem Buchtitel diametral entgegengesetzte These wird aufgestellt: Freiwillig, also mit freiem Willen sterben von eigener Hand - das ist überhaupt keine Frage, und vor allem: keine Frage rein aktuell - gesellschaftlicher Bedingtheit; Freiwilligkeit in bezug auf Hand-an-sich-legen zweiflerisch zu befragen heißt, dessen Entsprechung, die Wahlfreiheit als unumschränkte Möglichkeit des Subjekts zur methematischen Abhängigkeitsvariable umzufunktionieren. Aus psychologischer Sicht wird die Innenwelt des Selbstmörders interpretiert. Die begriffliche Ungenauigkeit in den Arbeiten werden problematisiert. Es geht um die Begriffe Suizid, Selbsttötung, Freitod und Selbstmord. Dann wird der Frage nachgegangen, was der Lebensperspektive eines Selbstmörders unterstellt wird. Die Bedingungen, an die der Freitod geknüpft ist, werden erörtert. Auf der Grundlage der Überlegungen wird das Morden des Selbst als Irrationalismus wider die Vernunft interpretiert. (RW)
Thesaurusschlagwörter suicide; freedom; psychological factors; voluntariness; lebenswelt; rationality; death; reason
Klassifikation Psychologie; soziale Probleme
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1988
Seitenangabe S. 115-133
Zeitschriftentitel Psychologie und Gesellschaftskritik, 12 (1988) 1/2
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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