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CIMIC am Beispiel des ISAF-Einsatzes : Konzeption, Umsetzung und Weiterentwicklung zivil-militärischer Interaktion im Auslandseinsatz

CIMIC in the ISAF Mission: conception, implementation and development of civil-military cooperation in the Bundeswehr abroad
[Forschungsbericht]

Paul, Michael

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-249009

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract 'Zielsetzung der Konzeption zivil-militärischer Zusammenarbeit (Civil-Military Co-operation, CIMIC) in Bundeswehr und Nato ist es, die Erfüllung des militärischen Auftrags zu unterstützen. Bei Stabilisierungseinsätzen besteht dieser wesentlich darin, ein sicheres und stabiles Umfeld für den Wiederaufbau in einer Nachkriegsgesellschaft zu schaffen. Diesem Zweck dienen die drei Kernfunktionen von CIMIC: erstens die Gestaltung zivil-militärischer Beziehungen, zweitens die Unterstützung ziviler Stellen und Akteure und drittens die Unterstützung der Streitkräfte. Als integraler Bestandteil der militärischen Operationsplanung hat CIMIC wenig zu tun mit humanitärer Hilfe oder Entwicklungshilfe. Eine immanente Ambivalenz besteht darin, dass CIMIC einerseits ein Instrument des Kommandeurs zur Erfüllung des militärischen Auftrags ist, andererseits Hilfs- und Aufbauleistungen häufig als originärer Beitrag der Streitkräfte dargestellt (und kritisiert) werden. Ein weiteres Spannungsfeld resultiert daraus, dass CIMIC als operativ-taktische Maßnahme des Eigenschutzes nützlich und legitim ist, die zentrale Aufgabe der Streitkräfte hingegen darin besteht, zur Schaffung eines sicheren Umfelds beizutragen. Der notwendige Selbstschutz gerät bei einer sich verschlechternden Sicherheitslage wie in Afghanistan zwangsläufig in Konkurrenz zur Sicherheitsherstellung. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass CIMIC mit den Aufgaben der Verbindungsarbeit, der Unterstützung von Aufbaufortschritten sowie der Erstellung ziviler Lagebilder für Stabilisierungseinsätze an operativer Bedeutung gewonnen hat. Doch ohne einen hinlänglichen Streitkräfteansatz bleibt auch CIMIC nur Stückwerk. Die Studie empfiehlt verschiedene Maßnahmen, mit denen sich die Wirksamkeit der zivil-militärischen Zusammenarbeit erhöhen ließe.' (Autorenreferat)

'The concept of Civil-Military Co-operation (CIMIC) as seen in the Bundeswehr and NATO is to support the implementation of a military mission. As an integral part of the planning and conduct of military operations therefore, CIMIC has little to do with humanitarian or development aid. Popular images of soldiers drilling wells or erecting school tents, however, suggest that, when it comes to CIMIC activities, the Bundeswehr particularly distinguishes itself in the (re-)construction of infrastructure. However, it is neither realistic nor desirable for soldiers to act as 'aid workers.' In view of this discrepancy between operational reality and public perception, the nature and scope of CIMIC has elicited divisive discussion. Further conflict results from the fact that, as an self-protection measure, CIMIC is expedient and legitimate, however, the central task of armed forces in stabilization operations is to contribute to the creation of a safe and secure environment. In a deteriorating security situation such as in Afghanistan, the necessary degree of self-protection will inevitably have to be weighed against the establishment of security. In conclusion, it must be said that CIMIC has gained in operational significance. CIMIC has become an important contributory factor to the effectiveness of operations, especially in fluid security situations. Nonetheless without a sufficient military approach, CIMIC will not be enough. In order to increase the effectiveness of civil-military interaction, different suggestions are made concerning i.a. contingent rotations, sustainability, and operational restrictions.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter developing country; Afghanistan; South Asia; military; Asia; security policy; civilian population; cooperation; peacekeeping; military intervention; reconstruction; deployment overseas; post-war period; stabilization
Klassifikation Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 30 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 31
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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