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Das internationale Engagement in Afghanistan : Strategien, Perspektiven, Konsequenzen

International involvement in Afghanistan: strategies, prospects, consequences
[Sammelwerk]

Schmidt, Peter (Hrsg.)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-248926

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract 'Im Juni dieses Jahres bekundeten die in Afghanistan engagierten Staaten auf der Pariser Konferenz ihre Absicht, der Kabuler Regierung die volle Verantwortung für den Aufbau des Landes zu übertragen. Diese Politik erscheint zwar alternativlos, führt angesichts der schwindenden Unterstützung, die die afghanische Regierung in der eigenen Bevölkerung genießt, jedoch in eine durchaus problematische Situation. Einerseits gilt es nun, die Kapazitäten der Kabuler Führung trotz ihres mangelnden Ansehens zu stärken, andererseits müssen aber auch die nationalen Kontrollorgane ausgebaut werden, mit denen sich Korruption und Misswirtschaft eindämmen lassen. Gleichzeitig bedeutet eine Stärkung der afghanischen Regierung nicht, dass das Engagement der internationalen Staatengemeinschaft reduziert werden kann, im Gegenteil: Der Ausbau von Streitkräften und Polizei muss - vor allem in Zusammenarbeit mit den USA - entschlossener als bisher vorangetrieben, die Koordination ziviler und militärischer Maßnahmen nachhaltig verbessert werden. Flankenschutz sollte diese Politik durch eine pragmatische Kooperation mit Iran erhalten: Die Europäer sollten versuchen, bei der Bekämpfung des Drogenhandels und der Rückführung von Flüchtlingen mit Teheran zusammenzuarbeiten - unter Hintanstellung des Konfliktes um das iranische Nuklearprogramm. Pakistan wiederum gilt es in seinen Bemühen zu unterstützen, die Kontrolle über die westlichen Landesteile wiederzuerlangen, ohne dass Nato oder USA dabei selbst direkt eingreifen. Insgesamt haben sich beim Wiederaufbau in Afghanistan zahlreiche Erwartungen als überzogen erwiesen. Die internationale Gemeinschaft sollte ihre Zielsetzungen entsprechend reduzieren und ein besseres Gespür dafür entwickeln, was der Bevölkerung des Landes zuzumuten ist.' (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Peter Schmidt: Afghanistan - Problemaufriss und Schlussfolgerungen (5-12); Citha D. Maaß: Afghanisierung der Stabilisierungsstrategie (13-30); Timo Noetzel, Benjamin Schreer: Bundeswehr: Herausforderung Aufstandsbekämpfung (31-36); Ronja Kempin: Polizeiaufbau in Afghanistan (37-42); Michael Paul: Zivil-militärische Zusammenarbeit im ISAF-Einsatz (43-48); Claudia Hofmann: Das Problem der Sicherheit für NGOs in Afghanistan (49-58); Johannes Reissner: Iran und sein Problem Afghanistan (59-64); Christian Wagner: Pakistans Interessen in Afghanistan (65-72); Frank Kupferschmidt: Sisyphus bei der Arbeit - oder: Wie viel ist genug? (73-85).
Thesaurusschlagwörter Afghanistan; security; international cooperation; civilian population; police; United States of America; Pakistan; control; international security; cooperation; refugee; institutional change; reconstruction; NATO; stabilization
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Methode anwendungsorientiert; Evaluation; deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 92 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 23
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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