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Außenpolitik als Provokation : Rhetorik und Realität in der Außenpolitik Venezuelas unter Präsident Hugo Chávez

Foreign policy as provocation: rhetoric and reality in Venezuela's external relations under Hugo Chávez
[Forschungsbericht]

Maihold, Günther

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-248911

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract 'Viele Auftritte des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez auf der Weltbühne können mit Fug und Recht als Provokation bezeichnet werden. Sein Verbalradikalismus und die ständig im Raum stehende Drohung, den USA kein Öl mehr zu liefern, füllen die Schlagzeilen der internationalen Medien. Doch hinter dem rhetorischen Gestus steckt mehr als nur das vermeintliche persönliche Geltungsbedürfnis eines 'südamerikanischen Potentaten'. Venezuela verfügt über umfangreiche Öl- und Gasvorkommen und betreibt eine dynamische und wohlkalkulierte Außenpolitik, die nicht nur den Vereinigten Staaten zunehmend Kopfzerbrechen bereitet. Dabei richten sich außenpolitische Provokationen zwar vorwiegend an die USA, doch darüber hinaus versucht der venezolanische Präsident, internationale Ordnungsmuster in Wirtschaft und Politik durch eine neue Süd-Süd-Kooperation auszuhebeln. Zudem sehen sich die Institutionen der Integrationsräume in Lateinamerika durch neue Parallelorganisationen unter Druck gesetzt. Indes kann Venezuela seinem neuen regionalen Führungsanspruch nicht gerecht werden: Trotz strategischer Energieressourcen ist es bislang nicht in der Lage, über seinen Einfluss in Südamerika hinaus nachhaltig auch in der westlichen Hemisphäre und der Weltpolitik eine gestaltende Rolle zu spielen. Die Initiativen von Präsident Chávez erweisen sich als unzureichend, um eine neue internationale Ordnung zu formen und das politische und wirtschaftliche Gewicht anderer Bündnispartner (wie des Iran) dauerhaft für seine Interessen zu gewinnen. Gleichwohl ist Venezuela für den Westen ein wichtiger Player, den man in die Verantwortung einbinden sollte, um Einwirkungsmöglichkeiten zu bewahren.' (Autorenreferat)

'Many of Venezuelan President Hugo Chávez's appearances on the world stage can rightly be called provocations. His verbal radicalism and regular threats to cease supplying oil to the United States make international headlines. But his rhetorical gestures cannot be dismissed as the megalomania of a 'South American potentate'. Venezuela possesses huge oil and gas reserves and operates a dynamic and well-calculated foreign policy that is causing increasing headaches for the United States and other countries. Although the diplomatic provocations are directed primarily towards the United States, the Venezuelan president is attempting to overturn international macro-economic and political structures through a new form of South-South cooperation. The institutions of regional integration in Latin America have come under pressure from his new parallel organizations. But Venezuela cannot live up to the new regional leadership role it aspires to. Despite its strategic energy resources, Venezuela is not yet in a position to build on its influence in South America to play an enduring leading role in the Western hemisphere and global politics. President Chávez's initiatives have turned turn out to be inadequate to establish a new international order and win long-term political and economic support of other partners (like Iran and Russia) for its interests. At the same time Venezuela is an important player for the West, and should be integrated responsibly in order to keep open channels of influence.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter developing country; foreign policy; Latin America; North America; South America; economic integration; president; United States of America; crude oil; Venezuela; striving for importance; international communication; political communication; economic cooperation; rhetoric
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 33 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 22
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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