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Afghanistan - Institutionen ohne Demokratie : strukturelle Schwächen des Staatsaufbaus und Ansätze für eine politische Stabilisierung

Afghanistan - institutions without democracy: structural weaknesses in the development of the state and political stabilization approaches
[Forschungsbericht]

Ruttig, Thomas

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-248867

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract 'Sieben Jahre nach dem Sturz des Taleban-Regimes ist der Wiederaufbau in Afghanistan in die Krise geraten. Eine militante Aufstandsbewegung verwehrt afghanischen und ausländischen Akteuren den Zugang zu weiten Teilen des Landes. Dadurch sind die bislang erzielten Erfolge beim Wiederaufbau massiv gefährdet. Wer jedoch die Aufstandsbewegung primär als militärisches oder bloß terroristisches Problem betrachtet, der übersieht, dass sie nicht nur Ursache, sondern auch Folge eines verfehlten Übergangsprozesses ist. Stark gemacht haben sie unter anderem Fehlentscheidungen der internationalen Gemeinschaft. Die Afghanen sehen mehrheitlich zwar keine Alternative in der Aufstandsbewegung, sind aber quer durch die politischen Lager der Ansicht, dass ein Arrangement mit ihr erzielt werden sollte. Diese Haltung birgt Spielräume, um den Aufstand einzudämmen und die Vertrauenskrise der Regierung zu überwinden. Nutzen lassen sie sich jedoch nur dann, wenn die internationale Gemeinschaft einen klaren Strategiewechsel vornimmt. Ein Neuansatz muss sich darauf konzentrieren, die Legitimität der staatlichen Institutionen wiederherzustellen. Die Studie untersucht, welches die zentralen Hemmnisse bei der Stabilisierung Afghanistans sind und wie sie sich überwinden lassen. Als Ansatzpunkt dient eine Analyse der bestehenden politischen Institutionen. Daraus werden Ansätze für eine Strategie abgeleitet, die auf Stabilisierung durch zunehmende (statt weiter eingeschränkte) Demokratisierung zielt. Gefordert sind reale Möglichkeiten politischer Partizipation, die sich nicht auf die Eliten beschränken, sondern auch der breiten Bevölkerung offenstehen. Nur wenn die afghanischen Institutionen auch nach innen Legitimität genießen, werden sich bedeutende Teile der Bevölkerung mit dem Wiederaufbau identifizieren.' (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter developing country; Afghanistan; South Asia; social movement; participation; Asia; political system; political development; exertion of government pressure; guerrilla; domestic policy; political situation; failed state; stabilization; terrorism; failure of the state
Klassifikation Staat, staatliche Organisationsformen
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 34 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 17
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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