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Russland und die Nato : Krise verwalten oder Potentiale entwickeln?

Russia-Nato relations: stagnation or revitalization?
[Forschungsbericht]

Adomeit, Hannes; Kupferschmidt, Frank

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-248797

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract 'Seit mehr als zehn Jahren bemüht sich die Nato, über praktische Kooperation und vielfältige Kontakte ein 'qualitativ neues' Verhältnis zu Russland herzustellen, das von gegenseitigem Vertrauen und Verständnis geprägt sein soll. Hielt man dies zunächst für ein realistisches Ziel, so herrscht heute in der Allianz Ernüchterung über den Stand der Beziehungen. Der Kreml wiederum hat wenig getan, um dieser Einschätzung entgegenzuwirken. Vor diesem Hintergrund untersucht die Studie, warum sich die hochgesteckten Erwartungen an die Nato-Russland-Beziehungen nicht erfüllt haben, wie sie nach den Terrorangriffen auf die USA vom 11. September 2001 und der Neugründung des Nato-Russland-Rats im Mai 2002 gehegt wurden. Sie zieht nach einer sachlichen Gegenüberstellung von Kooperations- und Konfliktfeldern Bilanz. Darüber hinaus beantwortet sie die Frage, welche Bestimmungsfaktoren und Triebkräfte dafür verantwortlich sind, dass in dieser Bilanz die Passiva stärker zu Buche schlagen als die Aktiva. Vieles blieb im Bereich des Symbolischen und ließ sich in der praktischen Politik nicht verwerten. Dem stehen als Aktiva gegenüber, dass Russland trotz aller Probleme nicht zu einem Gegner der Nato geworden ist, dass beide Seiten vielmehr Kooperationsstrukturen entwickelt und konzeptionelle Übereinstimmungen erzielt haben, die ausgebaut werden können. Daraus leitet die Studie Handlungsmöglichkeiten für deutsche und europäische Politik ab. Sie plädiert dafür, das Entwicklungspotential zu nutzen, das sich trotz beiderseitiger Enttäuschungen im Verhältnis der Nato zu Russland angesammelt hat. Deshalb sollte auf martialische Töne aus Moskau gelassen reagiert, der Nato-Russland-Rat verstärkt als Forum für den Meinungsaustausch genutzt und neue Felder der Kooperation sollten erschlossen werden.' (Autorenreferat)

'For more than a decade, Nato has made efforts to achieve a 'qualitatively new' relationship with Russia based on mutual trust and understanding. Practical cooperation and the broadening of contacts and exchanges were to have been the means to achieve these ends. Initially, this was held to be a realistic goal. Today, however, disappointment and frustration prevail in the Atlantic alliance. Moscow, in turn, has done little to encourage less pessimistic perceptions. Against this background, the research paper analyzes the reasons why the high expectations, extant in particular after the terror attacks of September 11, 2001, and the foundation of the new Nato-Russia Council in May, 2002, failed to materialize. In its main part, the paper examines areas of cooperation and conflict, as well as assets and liabilities, and provides a balance sheet of the relationship. It furthermore deals with the question as to the determinants and motive forces responsible for the fact that on the balance sheet the liabilities are more pronounced than the assets and that a major part of the cooperation has been symbolic rather than substantive. Nevertheless, whereas Russia may not have become a 'strategic partner' of the Alliance, it also has not returned to being an adversary. Assets have been built up in the form of cooperative structures that can be utilized to revitalize the relationship once more favorable external conditions obtain. Based on this assumption, the paper deals with options for German and European policy. It advocates utilization of the cooperative potential that has accumulated but argues that the martial rhetoric in evidence at present in Moscow should be met with equanimity. The Nato-Russia Council should be used more extensively as a forum of discussion, and new areas of cooperation should be explored.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter defense policy; post-socialist country; security policy; international cooperation; Federal Republic of Germany; USSR successor state; EU; scope of action; Europe; cooperation; peacekeeping; political conflict; NATO; Russia
Klassifikation Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 33 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 10
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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