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Wenn Fremde Fremden begegnen : zur Darstellung von Indifferenz im modernen Alltag

When strangers encounter strangers : on presentation of indifference in modern everyday life
[Zeitschriftenartikel]

Reuter, Julia

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-248495

Weitere Angaben:
Abstract 'Die Figur des Fremden wird in der Soziologie klassischerweise auf den außeralltäglichen Randseiter beschränkt, der krisenhafte Begegnungen provoziert. Dabei geraten solche Fremde aus dem Blick, die als 'sonstige' oder 'insignifikante Andere' den modernen Alltag zu einem Großteil konstituieren bzw. durch wechselseitige Rituale der Distanznahme und Gleichgültigkeit zu solchen werden. Ausgehend von einer differenzierungstheoretischen Perspektive versucht der Artikel, neben den strukturellen Voraussetzungen auch die Formen dieser alltäglichen Fremdheit in praxi darzulegen. Anhand eher unscheinbarer 'Rituale der Vergegnung' an so genannten 'Nicht-Orten', wird die Praxis der Fremdheit dabei als typisch moderner Vergesellschaftungsmodus betrachtet, der größtenteils auf den Körper als ordnungsstiftendes Element der materiellen Kommunikationskultur abstellt. So eröffnet sich nicht nur ein neues Untersuchungsgebiet der Fremdheitsforschung. Es werden auch die Ressourcen von Vermeidungsritualen in Ballungsräumen im Zeitalter der Globalisierung aufgezeigt.' (Autorenreferat)

'In classic sociology, the concept of the 'stranger' describes in a rather limited way the marginal man who provokes encounters prone to crises. From such a perspective those strangers disappear from sight, who to a large extent are present in modern everyday life as 'insignificant others', or rather, who finally become 'insignificant others' through reciprocal rituals of distancing and indifference. Starting from a perspective of differentiation theory, this article tries to explain the structural conditions as well as the expressions of this normal type of 'being alien' in everyday practice. By means of rather inconspicuous 'rituals of dis-counter' in so-called 'non-places', practices of being alien and a stranger are regarded as a typical modern modus of socialisation that focuses on the body as a order-preserving element of the material culture of communication. The consequence is not merely a new branch of research with regard to strangers. Additionally, the resources of specific avoidance behaviour in urban space are discussed in relation to processes of globalisation.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter everyday life; communication; foreignness; interaction; modernity; barter
Klassifikation Allgemeine Soziologie, Makrosoziologie, spezielle Theorien und Schulen, Entwicklung und Geschichte der Soziologie
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2002
Seitenangabe S. 109-127
Zeitschriftentitel Soziale Probleme, 13 (2002) 2
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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