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Sozialer Umbruch, Modernisierung und Kriminalität

Social upheaval, modernization and criminality
[Zeitschriftenartikel]

Boers, Klaus

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-247465

Weitere Angaben:
Abstract 'Im Zusammenhang mit dem sozialen Umbruch in den neuen Bundesländern sind die Kriminalität und Kriminalitätsfurcht schon bald nach der Wende insbesondere in Ostdeutschland angestiegen. Allgemein eröffnet der soziale Umbruch die historisch seltene Gelegenheit, die Integration einer modernen und einer sich nachholend modernisierenden Gesellschaft zu beobachten. Kriminologisch ist vor allem der Zusammenhang zwischen makrostrukturellen Veränderungen und abweichendem Verhalten von Interesse. Es wird angenommen, daß die verschiedenen Ebenen des Umbruchs (ökonomischer, sozialer und politischer Umbruch) mit verschiedenen Formen abweichenden und delinquenten Verhaltens korrespondieren (Bagatelldelikte, Wirtschaftskriminalität, schwere Eigentums-, Gewalt- und Drogendelikte, rechtsextremistische Gewaltdelikte). Neben der Kriminalitätsentwicklung hat die Kriminalitätsfurcht als subjektive Reaktion gegenüber der Kriminalität nicht nur im öffentlichen Kriminalitätsdiskurs zunehmende Bedeutung erlangt. Für ein eingehenderes Verständnis dieser Phänomene erscheint eine Differenzierung bestehender theoretischer Konzepte im Lichte von Modernisierungstheorien lohnenswert. In einem als Zwischenresümee der kriminologischen Umbruchsforschung konzipierten Versuch, sich diesen Fragen anzunähern, werden die Ergebnisse mehrerer, seit der Wende durchgeführter Kriminalitätsbefragungen dargestellt. Darin geht es neben den Befunden aus Opfer- und Tätererhebungen um Fragen der sozialen Struktur, sozialer Milieus und sozialer Desorganisation, um soziale und politische Einstellungen sowie um Kriminalitätseinstellungen.' (Autorenreferat)

'Almost immediately after the reunification, crime rates and the fear of crime increased in Germany, and quite particularly in Eastgermany. This isprimarily connected with the process of social transition taking place in the former GDR. The political change in Estgermany offered a unique opportunity for analyzing how a modernized and (subsequently) modernizing society can be integrated. Insofar, one of the criminology related issues is the relationship between social macrostructure and deviance. the different forms of transition (economical, social and political) correspond with different types of deviance and delinquency (e.g. mass crime and oeconomical crime, serious property offenses and violent behavior, drug offenses, Neo-Nazi-activities, hate crime). Of similar importance, particularly in the public crime discourse, became also subjective reactions to crime, above all the fear of crime. The understanding of this phenomenon demands for a differentiation of theoretical concepts on deviant behavior and attitudes to crime in the context of modernization theory. In an attempt to approach these questions data from several crime surveys is used which have been conducted in East- and Westgermany after the reunification. They include (besides victim and SRD-surveys) questions on social structure and milieus, social disorganization, political (e.g. authoritarian), social and crime attitudes.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter criminality; delinquency; violence; Federal Republic of Germany; social integration; microeconomic factors; New Federal States; social change; transformation; social control; modernization
Klassifikation Soziologie von Gesamtgesellschaften; Kriminalsoziologie, Rechtssoziologie, Kriminologie; soziale Probleme
Methode empirisch; empirisch-quantitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1995
Seitenangabe S. 153-215
Zeitschriftentitel Soziale Probleme, 6 (1995) 2
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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