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Die polizeiliche Vernehmung von Jugendlichen : Zusammenhänge von erlebten Kontrollreaktionen, Selbstzuschreibungen und Diversion

Police interrogation of adolescents : relationships between experienced control reactions, self-attributions and diversion
[Zeitschriftenartikel]

Klinger, Thorsten

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-247203

Weitere Angaben:
Abstract 'Der Aufsatz untersucht Vernehmungsverhalten und stigmatisierende Attributionen von Polizeibeamten aus der Sicht jugendlicher Tatverdächtiger. Die Leitfragen sind: (1) Ergeben sich aus den Wahrnehmungen der Tatverdächtigen Hinweise auf selektive Kontrollreaktionen und Stigmatisierungen durch die Polizeibeamten; (2) zeigen sich mögliche Auswirkungen der polizeilichen Vernehmung auf Selbstdefinition bzw. Selbstattributionen der Jugendlichen, wie sie die Etikettierungstheorie annimmt; (3) kann Diversion potentielle Stigmatisierungsfolgen der polizeilichen Ermittlungstätigkeit auffangen. Die Befunde zeigen, daß die wahrgenommenen Kontrollreaktionen mit der Deliktschwere, mit früherer Auffälligkeit, aber auch mit sozio-demographischen Merkmalen der Tatverdächtigen variieren. Es läßt sich ein relativ schwacher, aber stabiler Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen Stigmatisierung durch Polizeibeamte und der Selbstattribution der Jugendlichen nachweisen, jedoch sind einer kausalen Interpretation methodische Grenzen gesetzt, Divertierte nehmen weniger Stigmatisierungen durch die Polizei wahr, allerdings wird der Zusammenhang zwischen Stigmatisierung und Selbstattribution von der Diversionsentscheidung nicht beeinflußt.' (Autorenreferat)

'This paper examines police behavior and stigmatizing attributions in police interrogations from the juvenile offenders' perspective. The man issues studied were: (1) wheter the offenders' perceptions revealed selective control reactions and stigmatization by the police; (2) the potential impact of police interrogation on adolescents' self-definitions and self-attributtions predicted by the labeling approach; and (3) wheter diversion was able to counter potential stigmatizing consequences of police interrogations. Results showed that perceived control reactions varied as a function of the severty of the offense, prior police contacts, but also socio-demographic characteristics of the offenders. There was a weak but stable relation between perceived police stagmatization and self-attribution, but - for methodological reasons - this could not be interpreted causally. Diverted offenders perceived less police stigmatization, but the outcome of diversion did not influence the relationship between stigmatization and self-attribution.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter age; adolescent; attribution; self-image; Federal Republic of Germany; civil servant; delict; level of education; police; family; gender; criminal; social control; stigma
Klassifikation Jugendsoziologie, Soziologie der Kindheit; Kriminalsoziologie, Rechtssoziologie, Kriminologie
Methode empirisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1993
Seitenangabe S. 101-138
Zeitschriftentitel Soziale Probleme, 4 (1993) 2
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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