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Deliberative democracy or agonistic pluralism

Deliberative Demokratie und pluralistischer Wettstreit
[Forschungsbericht]

Mouffe, Chantal

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-246548

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Institut für Höhere Studien (IHS), Wien
Abstract 'Dieser Artikel widmet sich dem gegenwärtigen Diskurs über das Wesen der Demokratie und untersucht die zentralen Thesen des Ansatzes der 'deliberativen Demokratie' in ihren zwei wesentlichen Ausprägungsformen: die von John Rawls und die von Jürgen Habermas. Obwohl die Autorin mit diesen Zugangsweisen insofern übereinstimmt, als sie es ebenfalls für notwendig erachtet, eine weitreichendere Konzeption von Demokratie als jene die durch das 'aggregative' Modell bereitgestellt wird, zu entwickeln, gibt sie zu bedenken, daß diese Konzepte nicht im Stande sind, ein angemessenes Verständnis für die Hauptaufgabe der Demokratie zu vermitteln. Indem Anhänger des Konzepts der 'deliberativen Demokratie' festhalten, daß Demokratie nicht auf Verfahrensfragen zur Vermittlung von entgegengesetzten Interessen reduziert werden kann, verteidigen sie zwar zweifelsohne eine Auffassungsweise der Demokratie, die eine weitreichendere Konzeption von Politik beinhaltet. Ihre Zugangsweise ist jedoch sehr wohl - wenn auch in einer anderen Form als jene Herangehensweise an der sie Kritik üben - auch rational, wonach die wesentliche Rolle die 'Leidenschaft' und kollektive Formen der Identifikation im Bereich der Politik spielen, außer Acht gelassen wird. In dem Bestreben die liberale Zugangsweise mit jener der demokratischen Herangehensweise zu vereinen, neigen die Vertreter des Ansatzes der 'deliberativen' Demokratie dazu, die Spannungen, die zwischen ihnen existieren aufzulösen und sind somit nicht in der Lage, das konfliktreiche Wesen der demokratischen Politik zu bewältigen. Die Haupthese, die die Autorin in diesem Artikel vertritt, geht davon aus, daß demokratische Theorie die Unüberwindbarkeit von gewissen Antagonismen zu berücksichtigen hat. Sie vertritt die Meinung, daß ein Demokratiemodell in der Ausprägung des 'agonistic pluralism' dazu beitragen kann, die wesentliche Herausforderung mit der sich demokratische Politik derzeit konfrontiert sieht, besser zu bewältigen: demokratische Formen der Identifikation zu schaffen, die dazu führen können, Kräfte und 'Passionen' für demokratische Modelle zu mobilisieren.' (Autorenreferat)

'This article examines the current debate about the nature of democracy and discusses the main theses of the approach called 'deliberative democracy' in its two main versions, the one put forward by John Rawls, and the other one put forward by Jürgen Habermas. While agreeing with them as regards to the need to develop a more of democracy than the one offered by the 'aggregative' model, I submit that they do not provide an adequate understanding of the main task of democracy. No doubt, by stating that democracy cannot be reduced to a question of procedures to mediate among conflicting interests, deliberative democrats defend a conception of democracy that presents a richer conception of politics. But, albeit in a different way than the view they criticize, their vision is also a rationalist one which leaves aside the crucial role played by 'passions' and collective forms of identifications in the field of politics. Moreover, in their attempt to reconcile the liberal tradition with the democratic one, deliberative democrats tend to erase the tension that exist between liberalism and democracy and they are therefore unable to come to terms with the conflictual nature of democratic politics. The main thesis that I put forward in this article is that democratic theory needs to acknowledge the ineradicability of antagonism and the impossibility of achieving a fully inclusive rational consensus. I argue that a model of democracy in terms of 'agonistic pluralism' can help us to better envisage the main challenge facing democratic politics today: how to create democratic forms of identifications that will contribute to mobilize passions towards democratic designs.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter theory; democracy; conception of democracy; political theory; Habermas, J.; pluralism; Rawls, J.
Klassifikation Allgemeines, spezielle Theorien und Schulen, Methoden, Entwicklung und Geschichte der Politikwissenschaft; politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
Methode Grundlagenforschung
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2000
Erscheinungsort Wien
Seitenangabe 17 S.
Schriftenreihe Reihe Politikwissenschaft / Institut für Höhere Studien, Abt. Politikwissenschaft, 72
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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