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Problemarbeit und institutioneller Kontext

Problematic work and institutional context
[Zeitschriftenartikel]

Schmidt, Lucia

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-245973

Weitere Angaben:
Abstract 'Sieht man die konstruktivistische Öffnung der deutschen Soziologie sozialer Probleme als chancenreichen Zugewinn an und hat zudem noch grundlegende Beiträge wie Albrecht (2001) vor Augen, liegt eine optimistische Einschätzung zur Weiterentwicklung des Bereichs nahe. Insofern traf es die Verfasserin eher unvorbereitet, dass die Problemsoziologie kürzlich von einigen ihrer Vertreter in der Zeitschrift Soziale Probleme (2006, Heft 1) als Disziplin in ernster Krise beschrieben wurde. Der Anspruch dieser Ausgabe der Fachzeitschrift ist es, hinsichtlich der Entwicklung der Sektion Soziale Probleme und Soziale Kontrolle und ihres Themenfeldes Bilanz zu ziehen und auf dieser Basis den wissenschaftlichen Diskurs neu zu beleben. Zugleich gilt, dass gleich mehrere Beiträge in hohem Masse durch eine wortgewaltige Defizitperspektive gekennzeichnet sind und stellenweise sogar vom Untergang der aktuellen - als zu konstruktivistisch beurteilten - Problemsoziologie die Rede ist. Es steht zu vermuten, dass eine 'beklagende' Aufarbeitung des Entwicklungsstands der Soziologie sozialer Probleme vergleichsweise wenig geeignet ist, diese anschlussfähiger zu machen. Andererseits fordern einige der Stellungnahmen ihre Kommentierung nach Erachtens der Verfasserin geradezu heraus. Die Hoffnung auf einen wiederbelebten Diskurs erscheint aber vor allem insofern berechtigt, als die unterschiedlichen Potenziale der Soziologie sozialer Probleme keineswegs ausgeschöpft sind und es bei entsprechendem Einsatz noch viel zu gewinnen gäbe. So lässt sich Albrecht (2001: 142) zufolge z.B. erwarten, dass bei der Erforschung der Beziehungen zwischen 'den objektiven Qualitäten eines problematischen Sachverhalts und der Wahrscheinlichkeit einer Problematisierung bzw. der Art der Konstitution eines sozialen Problems' sehr viel mehr über moderne Gesellschaften zu erfahren ist als bei den meisten anderen Themen der Soziologie. Dieser zuversichtlichen Grundhaltung folgend und mit Blick auf ungenutzte Ressourcen wird im vorliegenden Beitrag versucht, eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung der konstruktivistischen Problemsoziologie genauer zu skizzieren. Zunächst aber ist auf einige Kritikpunkte am konstruktivistischen Zugang einzugehen, die im Leitartikel der oben genannten Zeitschriftenausgabe genannt werden (Abschnitt 2). Daraufhin werden vorliegende Vorschläge zur Weiterentwicklung der Perspektive (Best 2006) vorgestellt und diskutiert (Abschnitt 3). Die Empfehlung von Best zur Untersuchung von 'Soziale Probleme-Arbeit' aufgreifend, wird dieses Konzept im Weiteren näher ausgeführt (Abschnitt 4). Ausgehend von einer gesellschaftspolitisch relevanten empirischen Problemstellung geht der Beitrag anschliessend auf neuere, organisationssoziologisch geprägte Studien zum Thema 'institutionelle Diskriminierung' ein (Abschnitt 5), um auf diese Weise aussichtsreiche Möglichkeiten und Einsatzfelder einer erweiterten konstruktivistischen Problemsoziologie zu konturieren (Abschnitt 6).' (Textauszug)
Thesaurusschlagwörter sociology; discrimination; education system; equal opportunity; social problem; constructivism; institutional factors
Klassifikation Organisationssoziologie, Militärsoziologie; Bildungs- und Erziehungssoziologie; soziale Probleme
Methode Grundlagenforschung; Theoriebildung; Theorieanwendung
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2007
Seitenangabe S. 26-41
Zeitschriftentitel Soziale Probleme, 18 (2007) 1
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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