Weiterempfehlen

Bookmark and Share


A second look at legislative behavior in the European Parliament : roll-call votes and the party system

Noch einmal zum Abstimmungsverhalten im Europaparlament: namentliche Abstimmungen und das Parteiensystem
[Forschungsbericht]

Carrubba, Clifford; Gabel, Matthew; Murrah, Lacey; Clough, Ryan; Montgomery, Elizabeth; Schambach, Rebecca

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-245959

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Institut für Höhere Studien (IHS), Wien
Abstract 'Jüngste Forschungen zum Wahlverhalten im Europäischen Parlament (EP) kommen zum Schluss, dass die Fraktionen der unterschiedlichen politischen Parteien das legislative Verhalten beeinflussen. Dadurch wird politischer Wettbewerb im EP entlang ideologischer und nicht nationaler Linien organisiert. Daraus folgt, dass das EP eine geeignete Arena für transnationale politische Auseinandersetzungen darstellt. Die Autoren überprüfen nochmals verschiedene empirische Resultate, die diese Schlussfolgerungen unterstützen. Basierend auf der Analyse eines neuen Datensatzes behaupten die, dass die empirische Basis für diese Schlussfolgerungen bedenklich ist. Denn die namentlichen Abstimmungen, welche bisher als Basis zu Studien zum legislativen Abstimmungsverhalten gedient haben, stellen ein verzerrtes Sample für eben solche dar. Es stellt sich somit die allgemeine Frage, inwiefern die bisherige Beschreibung von Parteikohäsion oder die Charakterisierung von Parteienwettbewerb in der Legislative noch Gültigkeit besitzen. Die Resultate weisen außerdem darauf hin, dass die Fraktionen den Großteil ihrer legislativen Abstimmungen vor den Wählern verbergen und somit ihr legislatives Verhalten verschleiern. Obwohl das EP häufig als Quelle für demokratische Legitimation in der EU-Politikgestaltung genannt wird, zeigen die Resultate, dass in der Praxis die verschiedenen Fraktionen die Kontrollmöglichkeiten der Bürger signifikant behindern.' (Autorenreferat)

'A great deal of recent research on voting behavior in the European Parliament (EP) concludes that party groups dominate legislative behavior, effectively organizing political competition along ideological rather than national lines. As a result, some argue that the EP is a suitable arena for transnational political contestation. We re-examine several empirical findings used to support these conclusions. Based on an analysis of a novel set of data regarding EP votes that are unrecorded, we argue that the empirical basis for these conclusions is dubious. The fundamental finding is that roll call votes, which form the basis of studies of legislative voting behavior, are a biased sample of legislative votes. This calls into question the accuracy of any description of party unity or the character of party competition on legislation that is gleaned from roll call votes in the EP. In addition, our findings indicate that party groups hide the vast majority of legislative votes from the eyes of voters, therefore obfuscating legislative behavior. Thus, while the EP is often identified as a source of democratic accountability for EU policy-making because its members are directly elected, our findings suggest that in practice party groups significantly obstruct this channel of popular control over policy-making.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter representative; voting; behavior; party; legislation; European Parliament; faction; legislative
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; Europapolitik
Methode empirisch; empirisch-quantitativ
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2004
Erscheinungsort Wien
Seitenangabe 25 S.
Schriftenreihe Reihe Politikwissenschaft / Institut für Höhere Studien, Abt. Politikwissenschaft, 94
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
top