Mehr von Steinberg, Guido

Export für Ihre Literaturverwaltung

Übernahme per Copy & Paste
Bibtex-Export
Endnote-Export

       

Weiterempfehlen

Bookmark and Share


Der Irak zwischen Föderalismus und Staatszerfall : Interessen und Handlungsoptionen irakischer und regionaler Akteure

Iraq between federalism and collapse of the state: interests and action options of Iraqi and regional actors
[Forschungsbericht]

Steinberg, Guido

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-245463

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract 'Die einzig realistische Strategie, den Zerfall des irakischen Staates aufzuhalten, liegt in einer weitgehenden Dezentralisierung staatlicher Funktionen. Diese wird im Irak seit 2003 unter dem Föderalismusbegriff diskutiert. Auch in Zukunft wird die politische Auseinandersetzung darüber geführt werden, wie die Föderalismusartikel der Verfassung von 2005 konkret ausgestaltet werden. Zwei Themen dominieren die Kontroverse über das Föderalismusthema: Die beiden führenden Kurdenparteien Patriotische Union Kurdistans (PUK) und Demokratische Partei Kurdistans (KDP) fordern den Anschluss der Stadt und Provinz Kirkuk an die bestehende autonome Kurdenregion. Der schiitische Irakische Islamische Hohe Rat beabsichtigt, eine von ihm kontrollierte Region im schiitischen Süden und Zentrum des Landes zu gründen. Die kurdischen und schiitischen 'Föderalisten' versuchen in erster Linie, dadurch ihre Machtbasis in Kurdistan bzw. im schiitischen Süden des Landes zu sichern. Ihnen geht es weniger um ein funktionsfähiges föderales System als um machtpolitisch motivierte Autonomie. Deshalb treffen beide Projekte auf heftigen Widerstand zentralistischer Parteien und Gruppierungen und auf die Vorbehalte der Nachbarstaaten Türkei, Iran, Syrien und Saudi-Arabien. So droht der im Zentral-Irak tobende Konflikt sich in den Norden und Süden des Landes auszuweiten. Auch eine regionale Eskalation ist nicht ausgeschlossen. Ungeachtet ihrer eng begrenzten Einwirkungsmöglichkeiten ist es die wichtigste Aufgabe deutscher und europäischer Politik, Ansätze zu einer friedlichen föderalen Lösung zu unterstützen. Die beiden Kurdenparteien müssen dazu bewogen werden, eine Einigung mit ihren innenpolitischen Gegnern, den 'Zentralisten', anzustreben. Die Nachbarstaaten, vor allem die Türkei, müssen davon abgehalten werden, im Irak zu intervenieren.' (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Arab countries; Middle East; developing country; Iraq; Saudi Arabia; Syria; Asia; Iran; Turkey; geopolitics; federalism; political system; centralization; pressure group; pressure-group politics; failed state; failure of the state
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; spezielle Ressortpolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2007
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 31 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 18
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
top