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Konditionalität in der Entwicklungspolitik

Conditionality in development aid policy
[Forschungsbericht]

Schmitz, Andrea

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-245045

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract 'Die enttäuschenden Ergebnisse entwicklungspolitischer Interventionen haben die traditionelle Anreizkonditionalität in Verruf gebracht und eine anhaltende Debatte über die Wirksamkeit von Entwicklungshilfe ausgelöst. Mittlerweile herrscht unter den Gebern Einvernehmen darüber, dass nachhaltige Reformen nicht erzwungen werden können, sondern ein reformfreundliches Umfeld ebenso voraussetzen wie die Bereitschaft der Empfänger, sich eigenverantwortlich für die von den Gebern unterstützten Reformen einzusetzen. Mit dem neuen Paradigma der Entwicklungspartnerschaft geht eine Re-Formulierung von Konditionalität einher, die von dem Bestreben geleitet ist, widersprüchliche Vorgaben und Zielvorstellungen in konsistente und effiziente Entwicklungsprogramme zu übersetzen. Die Studie stellt die diskursiven und instrumentellen Neuerungen vor und identifiziert die daraus abgeleiteten Optionen für den Einsatz von Konditionalität: einen exklusiven Ansatz, der für eine striktere Selektivität bei der Empfängerauswahl plädiert, und einen inklusiven Politikansatz, der auf Lern- und Aushandlungsprozesse setzt. Abschließend wird die Leistungsfähigkeit der beiden Strategien am Beispiel der Auflagenpolitik des 'Millennium Challenge Account' und der EU überprüft. Im Ergebnis zeigt sich, dass eine Strategie der Selektivität entwicklungspolitisch kaum vertretbar ist, hinsichtlich eines effizienten Ressourceneinsatzes wenig Erfolg verspricht und nicht konsequent umgesetzt werden kann. Dagegen wird am das Beispiel der EU-Programme deutlich, dass die unter dem Signum der 'Partnerschaft' reformierte Konditionalität ein machtvolles Instrumentarium der politischen Einflussnahme bereit hält, das die Empfänger verstärkt in die Pflicht nimmt und die Verantwortung für die Reformmaßnahmen tendenziell an sie delegiert.' (Autorenreferat)

'The disappointing results of development aid policy have discredited traditional incentive-based conditionality and have unleashed a debate on the effectiveness of development aid. There is now a consensus that sustainable reforms cannot be imposed, rather it is necessary that recipients be willing to take responsibility for formulating and implementing reform programs with the financial and technical support of the donors. The new paradigm of development partnership is accompanied by a continuing debate over re-designing conditionality. This signals an effort to translate contradictory demands and goals into consistent policy programs which are above all efficient in aiding development. This study offers orientation in this debate by identifying the options for applying conditionality: an exclusive approach, which calls for a stricter selectivity in the choice of partners, and an inclusive approach, which conceives of conditionality as knowledge transfer and a learning process. The performance of both strategies is exemplified by the conditionality of the Millennium Challenge Account and the development aid of the EU. It becomes clear that a selective strategy does not promise much success with regard to a more efficient ressource allocation and cannot be implemented consistently. In contrast, the example of EU programs demonstrates that when conditionality is framed as development partnership, it is a powerful instrument of political influence which expects the recipients to take ownership of reform programs and hence tends to delegate the responsibility for their impact and consequences to the recipients.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter developing country; development aid policy; reform; incentive system; influence; efficiency; EU; development policy; sustainability
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 30 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 12
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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