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Rußlands Welten des Islam

[Forschungsbericht]

Halbach, Uwe

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-238754

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract "Rußland hat sich in die weltweite Auseinandersetzung mit militantem Islamismus als maßgeblicher Sprecher eingeschaltet. Da es zu jenen europäischen Staaten gehört, in denen der Islam die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft bildet, ist es auch als relevanter Diskurspartner im Erfahrungsaustausch über Islam in Europa zu betrachten. Für europäische Politik gegenüber Rußland und vom Islam geprägten Teilen des GUS-Raums (Zentralasien, Kaukasien) gilt es aber, bei Aussagen russischer Quellen zur 'islamischen Wiedergeburt' in nachsowjetischer Zeit objektive Information von verzerrten Wahrnehmungen oder propagandistisch gefärbten Konfliktdeutungen (z.B. in bezug auf Tschetschenien) zu unterscheiden. Die pauschale Verwendung des Schlagworts 'Wahhabit' zur Bezeichnung aller suspekt erscheindenden Strömungen 'islamischer Wiedergeburt' erschwert eine präzise Identifikation extremistischer Kräfte, von denen tatsächlich Gefahr für den inter- und innerkonfessionellen Frieden ausgeht. Missionarische Einflüsse aus dem Ausland werden als massive Offensive religiöser Extremisten gegen Rußland präsentiert. Radikalisierend wirkende externe Einflüsse auf Prozesse 'religiöser Wiedergeburt' werden dadurch der genaueren Analyse entzogen und hausgemachte Ursachen von Extremismus verschleiert. Russische Aussagen zum Islam im eigenen Land beziehen sich überwiegend auf die instabile Situation im Nordkaukasus. Die Islamperzeption der russischen Öffentlichkeit wurde stark von den beiden Kriegen in Tschetschenien geformt. Dabei ist das Thema 'islamischer Wiedergeburt' nicht auf die kaukasische Peripherie der russischen Föderation beschränkt. Die vorliegende Studie möchte sich deshalb dem Verhältnis zwischen Rußland und seinen Muslimen auf etwas breiterer Basis widmen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Islam; Russia; islamism; radicalism; conflict; domestic policy; conflict management; religious conflict; Muslim; security policy; terrorism; Chechnya
Klassifikation Religionssoziologie; politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik; Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2003
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 43 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 15
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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