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Kyoto-Protokoll ohne USA - wie weiter?

Kyoto Protocol without the U.S.A. - how to continue?
[Forschungsbericht]

Müller, Friedemann

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-238686

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract 'Das Kyoto-Protokoll, dessen Inkrafttreten jetzt einzig und allein von der Ratifizierung durch die russische Duma noch abhängt, bildet einen ersten Schritt zur Lösung des Klimaproblems. Ob der Schritt in die richtige Richtung weist, muss sich erst noch zeigen, denn der Ausstieg der USA hat die Wirkung des Protokolls fast vernachlässigbar gering werden lassen. Konsens besteht, dass weitere Schritte folgen müssen. Hierbei kommt es darauf an zu testen, wieweit sich - ohne erneute Einbindung der USA in den Kyoto-Prozess - amerikanische und europäische Interessen und Strategien aufeinander zu bewegen können, denn die Ursachen des atlantischen Zerwürfnisses müssen für künftige Strategien ohnehin überdacht werden. Die Studie stellt den Schwächen des Kyoto-Protokolls, das auf unabsehbare Zeit ein drastisches Ansteigen globaler Treibhausgasemissionen nicht verhindert, die Inkonsistenz einer amerikanischen Klimapolitik gegenüber, die in einem eklatanten Widerspruch zu der gemeinsamen und von der Bush-Administration anerkannten Verpflichtung steht, wie sie in Artikel 2 der Klimakonvention festgehalten ist, nämlich eine gefährliche Störung des Klimasystems durch von Menschen verursachte Emissionen zu verhindern. Selbst wenn noch unklar ist, wo die Absorptionsgrenze der Atmosphäre liegt, würde das gültige U.S.-Regelwerk global umgesetzt jedes rationale Maß an Emissionstoleranz sprengen. Die Arbeit zeigt deshalb auf, in welchen sektoralen (gemeinsame Technologieanstrengung), regionalen (Nord-Süd-Dialog) und instrumentalen Bereichen (Fixierung einer globalen Obergrenze und Emissionshandel) Ansätze für eine gemeinsame Klimapolitik liegen können. Angesichts divergierender Interessen nicht nur im transatlantischen Bereich und des Gewichts ihrer Vertreter ist jedoch für eine Lösung unabdingbar, dass dieses Thema auf der transatlantische Agenda einen höheren Stellenwert und eine bessere Problemkenntnis bei Entscheidungsträgern, die etwas bewegen können, erhält.' (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter international agreement; environmental policy; North America; United States of America; instruments; environmental protection; climate protection
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik; spezielle Ressortpolitik; Ökologie und Umwelt
Methode anwendungsorientiert; deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2003
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 21 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 7
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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