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Die NAIRU - eine post-keynesianische Interpretation

The NAIRU – a Post-Keynesian interpretation
[Arbeitspapier]

Hein, Eckhard

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-234088

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut in der Hans-Böckler-Stiftung
Abstract "Dem neu-keynesianischen langfristigen Gleichgewichtskonzept einer durch Strukturfaktoren des Arbeitsmarktes, der Lohnverhandlungen und der sozialen Sicherungssysteme bestimmten inflationsstabilen Arbeitslosenquote (NAIRU) wird in diesem Beitrag eine post-keynesianische Interpretation der NAIRU gegenübergestellt. In den neu-keynesianischen Modellen müssen wirksame Realkasseneffekte oder symmetrische Reaktionen und Wirkungen der Geldpolitik angenommen werden, damit sich die Güternachfrage langfristig an das mit der NAIRU kompatible Niveau des Güterangebots anpasst. Diese Annahmen sind für eine Geldwirtschaft unhaltbar, in der Geld über Gläubiger-Schuldner-Kontrakte entsteht und in der von Zinssatz und Profiterwartungen gesteuerte Investitionen die wesentliche Determinante von Produktion und Beschäftigung sind. In einem post-keynesianischen Modell stellt die NAIRU daher lediglich eine kurzfristige Beschäftigungsgrenze dar, die durch inflationsauslösende Verteilungsansprüche gegeben ist und durch die Geldpolitik erzwungen wird. Liegt die durch die effektive Güternachfrage bestimmte Arbeitslosenquote oberhalb der NAIRU, so existieren kurzfristig keine Anpassungsmechanismen. Langfristig folgt die NAIRU jedoch der tatsächlichen Arbeitslosenquote und wird damit durch die Entwicklung der effektiven Nachfrage bestimmt. Hierfür werden verschiedene Kanäle identifiziert. Es wird zudem gezeigt, dass effektiv koordinierte Lohnverhandlungssysteme sehr viel besser als restriktive Geldpolitiken in der Lage sind, die Inflationsrate bei hoher Beschäftigung zu stabilisieren. Effektiv koordinierte Tarifverhandlungssysteme haben zudem den großen Vorteil, dass sie eine Stabilisierung der Inflationsrate auch bei sinkender Beschäftigung ermöglichen und so ein unmittelbares Abgleiten der Ökonomie in makroökonomisch schädliche Deflationsprozesse verhindern können." (Autorenreferat)

"In this paper the New-Keynesian long run equilibrium view of a non-accelerating-inflation-rate-of-unemployment (NAIRU) determined by structural characteristics of the labour market, wage bargaining institutions and social benefit systems is challenged by a Post-Keynesian view. New-Keynesian models have to assume real balance effects or symmetric reactions and effects of monetary policies in order to make effective demand for goods adjust to a level of supply compatible with the NAIRU. These effects, however, cannot be taken for granted in a monetary production economy in which money derives from creditor-debtor relations and in which investment determined by profit expectations and a monetary interest rate is the main force of effective demand. Therefore, in a Post-Keynesian model the NAIRU can only be interpreted as a short run barrier to employment arising from inflation fuelled by distribution conflict, which is enforced by monetary policies. When actual unemployment exceeds the NAIRU there are no adjustment mechanisms in the short run. In the long run, however, the development of the NAIRU follows actual unemployment and hence effective demand. Different adjustment channels are identified. It is also shown that effective coordination of wage bargaining is a better means to stabilise inflation rates in the face of high and rising employment compared to restrictive monetary policies. Whenever employment decreases in periods of economic downturns, effective wage bargaining coordination also allows for stabilisation of inflation and may therefore prevent the economy from sliding into deep deflationary recessions." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter unemployment; quota; labor market; monetary policy; Keynesianism; inflation; collective bargaining; wage; economic model; labor market theory
Klassifikation Volkswirtschaftslehre; Wirtschaftspolitik
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2003
Erscheinungsort Düsseldorf
Seitenangabe 26 S.
Schriftenreihe WSI-Diskussionspapier, 113
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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