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Zwischen Wissenschaft und Staat? Die Verortung der Ressortforschung

Government research agencies - between science and state government?
[Arbeitspapier]

Barlösius, Eva

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-233717

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH
Abstract "Über die Ressortforschung ist nur wenig bekannt, selbst in der Wissenschaft. Für diese Einrichtungen gilt als charakteristisch, dass sie 'auf politischen Beschluss' (Lundgreen) forschen und sie als 'staatliche Behörden' geführt werden. Davon wird hergeleitet, dass sie sowohl zum wissenschaftlichen als auch zum staatlichen Feld gehören, woraus 'strukturelle Probleme' resultieren. Zur Überprüfung dieser Grundannahme wird in dem Paper eine relationale Analyse von drei Sichtweisen von 'guter Leistung' der Ressortforschung vorgenommen: aus ministerieller Sicht, aus der Sicht der Ressortforschung und aus der Sicht des wissenschaftlichen Feldes. Auf diese Weise sollen einerseits die Bewährungspunkte für 'gute Leistungen' und andererseits die Auffassungen von Staatsaufgaben und von wissenschaftlicher Expertise deutlich werden. Aus ministerieller Sicht hat sich die Ressortforschung dem Primat der Politik unterzuordnen. Wissenschaftlichkeit wird mehr oder weniger als Methode angesehen, um zu einer politisch belastbaren Expertise zu gelangen. Aus der Perspektive der Wissenschaft ist 'gute Forschung' die Voraussetzung für 'gute Leistung' der Ressortforschung, weil diese vorrangig wissenschaftlichen Kriterien Stand zu halten hat und deshalb auch keinen eigenständigen Forschungstypus repräsentiert. Die Ressortforschung selbst gibt als Bewährungspunkt die Umsetzung ihrer Ergebnisse in die (politische) Praxis an und leitet davon ihre Spezifik her." (Autorenreferat)

"Only little is known about government research agencies, even in the field of science. Generally, they are taken to be government agencies whose research follows political decisions (cf. Lundgreen). They are, therefore, considered to be part of the field of science as well as that of government, a status which is taken to produce 'structural problems'. These assumptions are verified by a relational analysis of three different views on what is considered 'good performance' of these agencies: the ministerial view, the view of the governmental research agencies themselves, and the view of the scientific field. This approach allows to show the difference in concepts of 'best practice' as well as in opinions held with regard to government tasks and scientific expertise. According to the ministerial view government research agencies are subordinate to the primacy of politics. Scientific standards are more or less considered to be fulfilled when the expertise reached stands the test of political debate. From the scientific point of view a basic requirement for 'good performance' of government research agencies is 'excellent research'; due to this priority of scientific criteria research done by government agencies does not represent a specific kind of research. From the government agencies' perspective 'best practice' depends on the (political) implementation of their research results; this is what they consider their specific feature." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter commissioned research; contract research; political consulting; theory-practice; research implementation; performance; departmentalized thinking
Klassifikation Wissenschaftssoziologie, Wissenschaftsforschung, Technikforschung, Techniksoziologie; politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 32 S.
Schriftenreihe Discussion Papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt Gesellschaft und wirtschaftliche Dynamik, Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik, 2008-101
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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