Mehr von Beez, Jigal

Export für Ihre Literaturverwaltung

Übernahme per Copy & Paste
Bibtex-Export
Endnote-Export

       

Weiterempfehlen

Bookmark and Share


Wasser ist Macht: über Bewässerung und Politik in der Kilimanjaro-Niederung

Water is power: irrigation and politics in the Kilimanjaro Depression
[Sammelwerksbeitrag]

Beez, Jigal

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-216191

Weitere Angaben:
Abstract "In Kahe lässt sich beobachten, wie ein funktionierendes, in die Gesellschaft integriertes Bewässerungssystem mit dem Verlust der lokalen politischen Selbstbestimmung allmählich zerstört wurde. Von den Handlungsoptionen, Widerstand gegen Wasserkonkurrenten zu leisten, auszuwandern oder eine regenabhängige Landwirtschaft zu betreiben, wurde in Kahe die letzte gewählt. Widerstand schien unter einem repressiven Staat gefährlicher zu sein als eine risikoreiche Wirtschaftsweise, und attraktive Gebiete, in denen sich eine Neuansiedlung gelohnt hätte, gab es nicht. Es bestehen grundsätzliche Unterschiede zwischen den lokalen Formen der Bewässerung und den von außen importierten Formen des Lower Moshi Irrigation Project. In Fragen der Legitimation von Wasserrechten besteht ein Widerspruch zwischen der Vorstellung der lokalen Bevölkerung, Wasserrechte seien ihnen von ihren Ahnen verliehen worden, und der Vorstellung, dem Staat stehe alles Wasser zu. Doch der Staat schafft es nicht, die auftretende Konkurrenz um das Wasser zu lösen. Die vom ihm beanspruchte Rechtsauffassung bezüglich des Bewässerungssystems steht mit seinem Zentralismus im Widerspruch zur Selbstverwaltung der Bewässerungsgräben. Ein weiterer Widerspruch liegt in der Wirtschaftsweise des von außen importierten Bewässerungswesens und der lokalen Wirtschaftsweise, die auf einem komplizierten ökologischen System, in dem verschiedene Pflanzen überwiegend für den eigenen Bedarf angebaut wurden, basiert. Dieser Subsistenzwirtschaft steht die Cash-Crop-Ökonomie der Entwicklungshilfegeber gegenüber. Hier wird in Monokultur nur ein Produkt angebaut, von dessen Verkauf alle anderen Bedürfnisse der Bauern finanziert werden sollen. Am Beispiel Kahe zeigt sich, wie seit Beginn der Kolonialzeit die lokale Kontrolle über die Ressource Wasser zunehmend verloren ging." (Textauszug)
Thesaurusschlagwörter Tanzania; water management; region; river; resources; distribution conflict; colonialism; ethnic group; environmental policy; law; ownership structure; political power; East Africa; Africa; irrigation
Klassifikation Entwicklungsländersoziologie, Entwicklungssoziologie
Methode deskriptive Studie
Freie Schlagwörter Kilimanjaro; Kahe
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Gesellschaftstheorie und Provokationen der Moderne: Gerhard Hauck zum 65. Geburtstag
Herausgeber Koessler, Reinhard
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2005
Verlag Verl. Westfäl. Dampfboot
Erscheinungsort Münster
Seitenangabe S. 166-175
Schriftenreihe Peripherie : Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt, Sonderband, 1
ISBN 3-89691-610-6
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung
top