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Quality versus equality? Liberale und deliberative Ideale politischer Gleichheit

Quality versus eyuality? Liberal and deliberative ideals of political equality
[Zeitschriftenartikel]

Schaal, Gary S.; Heidenreich, Felix

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-211212

Weitere Angaben:
Abstract 'Die Theorie deliberativer Demokratie gehört seit einigen Jahren zu den am intensivsten diskutierten Ansätzen der Politischen Theorie. Sie nimmt im Vergleich zu anderen Demokratietheorien eine Sonderstellung ein, da sie einerseits inputlegitimiert, andererseits outputorientiert ist. Legitimation des politischen Systems wird hier nämlich einerseits davon abhängig gemacht, dass die BürgerInnen zugleich Rechtsautoren und Rechtsadressaten sind, andererseits liegt jedoch der funktionale und epistemologische Fokus auf der Verbesserung des outputs des politischen Systems. Im vorliegenden Aufsatz versuchen wir zu zeigen, dass die Inputlegitimation in der deliberativen Demokratietheorie das normative Ideal der politischen Gleichheit, wie es von der liberalen Demokratietheorie vertreten wird, verletzt. Diese Verletzung rückt genau dann in den Fokus der Aufmerksamkeit, wenn man das Ideal der politischen Gleichheit in zwei Komponenten differenziert: prozedurale politische Gleichheit und substanzielle politische Gleichheit. Erstere bezeichnet das Recht auf die gleichen Teilhaberechte an politischen Entscheidungsverfahren, letztere das Recht auf gleiche Berücksichtigung (oder Einfluss) jedes/r am Entscheidungsprozess Beteiligten bezüglich der substanziellen Entscheidung selbst. Das one-man-one-vote-Prinzip realisiert beide Komponenten der politischen Gleichheit gleichermaßen. Unsere These lautet, dass die deliberative Demokratietheorie nur das Ideal prozeduraler politischer Gleichheit vertritt, jenes der substanziellen politischen Gleichheit jedoch verletzen muss. Dies resultiert direkt aus der Theorieanlage des epistemologischen Prozeduralismus, der die Qualität deliberativ gefundener Konsense höher wertschätzt als die substanzielle politische Gleichheit im Prozess der deliberativen Entscheidungsfindung.' (Autorenreferat)

'The theory of deliberative democracy has been one of the most discussed approaches in Political Theory in recent years. In comparison to other theories of democracy it takes an extraordinary position, since it claims legitimacy through input while being oriented to the output quality. Legitimacy of the political system is based on the fact that citizens are at the same time authors and subjects of law, but still the functional and epistemological focus is the advancement of the output. In this article we try to show that the input orientation of the theory of deliberative democracy contradicts the ideal of political equality as found in liberal theories. This contradiction becomes obvious when we differentiate between procedural and substantial political equality, the first of which defines the right to take equally part in political procedures, the second of which defines the right to have all inputs equally taken into account. The principle of 'one man one vote' implements these two principles perfectly. The point we make is that if a deliberative democracy focuses on the procedural equality, it will necessarily bless the substantial equality of the citizens. This results systematically from the design of a theory that prefers the quality of the consensus found through deliberation to the substantial political equality in the deliberative process of decision-making.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter theory; discussion; quality; democracy; influence; citizen; political system; deliberative democracy; conception of democracy; political theory; political decision; equality; consensus; ideal type; legitimation; liberalism; deliberation; normativity
Klassifikation Allgemeines, spezielle Theorien und Schulen, Methoden, Entwicklung und Geschichte der Politikwissenschaft
Methode deskriptive Studie; Theorieanwendung
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2007
Seitenangabe S. 23-37
Zeitschriftentitel Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, 36 (2007) 1
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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