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Umfrageeinstellung und Umfrageerfahrung : die relative Bedeutung unterschiedlicher Aspekte der Interviewerfahrung für die generalisierte Umfrageeinstellung

Attitude towards surveys and survey experience: the relative meaning of different aspects of interview experience for the generalized attitude towards surveys
[Zeitschriftenartikel]

Stocké, Volker; Langfeldt, Bettina

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-207809

Weitere Angaben:
Abstract 'Der Artikel geht der Frage nach, ob sich die Bewertung vergangener Interviewerfahrungen auf die generalisierten Einstellungen gegenüber Umfragen auswirkt. Dabei steht insbesondere die Frage nach der relativen Erklärungskraft verschiedener Bewertungsdimensionen dieser Erfahrung im Mittelpunkt. Nach den Ergebnissen einer Untersuchung mit einer lokalen Zufallsstichprobe von Befragten lassen sich im ersten Schritt drei orthogonale Dimensionen dieser Bewertungen identifizieren. Demnach unterscheiden die Befragten das Ausmaß der aufgetretenen Belastung durch das Interview, den 'Unterhaltungswert' der Befragung sowie die Irritation durch verwirrende Frageformulierungen. Als zweites Ergebnis der Analyse hat sich der Erhebungsmodus bei der letzten Interviewteilnahme als bedeutsamer Prädiktor der aktuellen Bewertung von Umfragen erwiesen. So bewirkt ein face-to-face Interview bei den Befragten zuhause eine signifikant negativere Umfrageeinstellung als weniger die Privatsphäre beeinträchtigende Befragungsarten. Als drittes und zentrales Ergebnis der Untersuchung lässt sich festhalten, dass lediglich das Ausmaß der bei der letzten Interviewteilnahme erlebten Belastungen einen signifikanten Einfluss auf die allgemeine Umfragebewertung ausübt. Dieser Zusammenhang wird zusätzlich durch die mittels Antwortlatenzen operationalisierte kognitive Verfügbarkeit der Bewertungsurteile qualifiziert. Die subjektive Bewertung der in der Vergangenheit erlebten Belastung durch Interviews wirkt sich dann stärker auf die aktuelle Umfrageeinstellung aus, wenn diese Bewertungen zunehmend schneller geäußert werden. Demnach haben kognitiv zugängliche und saliente Erfahrungen mit belastenden Interviews besonders starken Einfluss auf die generalisierte Umfrageeinstellung und damit auf die mit dieser verbundenen Teilnahmebereitschaft an Umfragen in der Zukunft.' (Autorenreferat)

'In the following article we analyze whether and to which degree respondents' evaluations of past interview experiences affect their generalized attitudes towards surveys. In particular, our study compares the relative significance of different evaluation dimensions. Our first result from a local survey based on a random probability sample indicates that the respondents judge their past survey experiences on orthogonal evaluation dimensions: the burden caused by interview participation, the 'entertainment value' of an interview, and the irritation due to confusing question wordings. As a second result, the mode of administration of the last interview proved to be a significant predictor of the evaluation of surveys in general. A face-to-face interview at the respondents' home is found to have a more negative effect on survey attitudes compared with modes which invade privacy to a lesser degree. The third and most important finding of the analysis shows that the amount of burden experienced during the last interview has a significant effect on the generalized evaluation of surveys. Whether the last survey interview is judged positive or negative on the other two evaluation dimensions has no consequence for the attitudes towards surveys. In addition, the association between the subjective burden and survey attitudes is found to be conditional on the subjects' response-latencies. For those who answer the evaluation questions rather fast, the content of these responses has a stronger effect on their generalized attitudes towards surveys. Thus, cognitively more accessible and more salient instances of burdensome interview experiences are especially relevant for the respondents' attitudes. These experiences therefore most likely influence their willingness to participate in future surveys.' (author's abstract)|
Thesaurusschlagwörter behavior; experience; response behavior; reactivity effect; attitude; evaluation; influence; survey; interview; data collection method; willingness to cooperate; participant
Klassifikation Erhebungstechniken und Analysetechniken der Sozialwissenschaften
Methode deskriptive Studie; empirisch; empirisch-quantitativ; Grundlagenforschung
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2003
Seitenangabe S. 55-90
Zeitschriftentitel ZUMA Nachrichten, 27 (2003) 52
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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