%T Alles Zufall oder? : ein Diskussionsbeitrag zur Qualität von face to face-Umfragen in Deutschland
%A Mohler, Peter Ph.
%A Koch, Achim
%A Gabler, Siegfried
%J ZUMA Nachrichten
%N 53
%P 10-15
%V 27
%D 2003
%= 2010-11-29T16:28:00Z
%~ GESIS
%> http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-207710
%X ZUMA beteiligt sich seit langem an der öffentlichen Diskussion über die Qualität der Umfrageforschung in Deutschland, so durch verschiedene Symposien. Dringlich wurde diese Diskussion deshalb, weil heutzutage in Deutschland auch qualitätsorientierte Umfragen faktisch kaum eine Ausschöpfungsquote von mehr als 50% erzielen. Die oft genannten Gründe für das Absinken der Ausschöpfungsquote - wie schwierigere Erreichbarkeit von Zielpersonen (z.B. aufgrund steigender Frauenerwerbsquoten, der Zunahme von Einpersonenhaushalten u.a.) oder ein verschlechtertes 'Umfrageklima' - können die schlechten Ausschöpfungsresultate nur bedingt erklären. Tatsache ist auch, dass in anderen europäischen Ländern wie Dänemark oder Schweden auch streng kontrollierte Erhebungen Ausschöpfungsquoten jenseits der 60%-Marke erreichen. Wenn also weder die unwilligen Bürger (Survey Climate) noch die verbesserten Kontrollen (wie z.B. bei den im ALLBUS eingesetzten Registerstichproben) hinreichende Gründe für die schlechten Ausschöpfungsergebnisse in Deutschland sind, müssen andere Gründe vorliegen. Die Erfahrungen der Autoren mit dem ALLBUS und anderen Studien deuten hier als Erklärung auf die Form des Produktionsprozesses der Umfrageforschung selbst als einem zentralen, bislang vernachlässigten Faktor hin. (ICA2)
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